Archiv für den Monat Mai 2014

Familie und Beruf vereinbaren – ein paar Basics:

Wie sieht es bei Ihnen mit diesem Thema aus? Hier finden Sie grundlegende Ansätze, falls Sie sich „frisch“ mit diesem Thema beschäftigen:

Wie ist das bei Ihnen? Sind Sie auch vom großen Schlagwort unserer Zeit betroffen – „Vereinbarkeit von Familie und Beruf“? Haben Sie selbst das Problem, private Bedürfnisse mit beruflichen Anforderungen unter einen Hut zu bringen? Sind Sie als Vorgesetzter mit solchen Wünschen Ihrer Mitarbeiter konfrontiert? Kämpfen Sie auf dem Markt der High Potentials um neue Mitarbeiter, die mit anderen Erwartungen an den „Job“ ins Unternehmen kommen? Oder ist das Thema weit weg von Ihnen, weil gerade harte Zeiten eingekehrt sind und die Existenzsicherung gerade im Vordergrund steht? Egal aus welchem Grund Sie mit diesem Thema berührt sind – es ist sicher ein zukunftsträchtiges!
Familie = Kinder? Häufig wird das Thema „Vereinbarkeit von Familie und Beruf“ mit der Schwierigkeit gleichgesetzt, die Betreuung der Kinder mit dem Beruf in Einklang zu bringen. Das Feld „Familie“ ist jedoch viel größer:- Pflege von Angehörigen

– Ein nicht Arbeiten gehen ”müssen”, sondern wollen und oft nicht ”voll” arbeiten wollen

– Ein zeitintensives Hobby – bis hin zum ehrenamtlichen Engagement

– Die Erfüllung eines großen Wunsches (z. B. eine Pilgerreise nach Rom oder eine Weltreise oder … oder … oder …)

Was fällt Ihnen aus Ihrem eigenen Leben noch ein?

Was ist bei der Vereinbarkeit schwierig? Egal aus welchem Grund Sie oder Ihre Mitarbeiter Privates und Berufliches unter einen Hut bringen wollen. Meist sind die Strukturen im Arbeitsleben nicht flexibel genug, um Familie und Beruf zu vereinbaren.
Flexibilisierung der Arbeitszeit – reicht das nicht? Sicher, mit flexiblen Arbeitszeiten ist schon viel getan. Wer nicht pünktlichst um 08:00 Uhr im Büro sein muss, hat mehr Puffer, um z. B. morgens noch den ersten Einsatz der Caritasstation abzuwarten oder die Kinder in den Kindergarten zu bringen. Auch Arbeitszeitkonten, auf denen Überstunden angespart werden können, machen vieles heute möglich, was noch vor 10 Jahren undenkbar war. Doch wie sieht die Praxis aus? Was machen Sie als Vorgesetzter, wenn Mitarbeiter erst gegen 10:00 Uhr kommen? Stört das nicht die Zusammenarbeit? Unser Denken und Handeln hinkt den Möglichkeiten der Flexibilisierung weit hinterher!
Es gibt doch noch „Heimarbeit“! Klar, auch das ist eine Möglichkeit, flexibler zu werden. „Alternierend“ von zu Hause oder vom Büro aus zu arbeiten, könnte viele Familien entlasten. Von der technischen Seite sind hier keine Grenzen gesetzt. Im Alltag sitzt auch hier die Grenze im Kopf. „Das geht bei mir nicht, ich muss vom Büro aus arbeiten“ – schauen Sie doch einmal in den Terminkalendern von Vorgesetzten: Wie viel Prozent der Arbeitszeit sind diese in Besprechungen oder unterwegs? Und arbeiten so ohnehin schon „alternierend“!
Was kann ich denn tun? Häufig sind es die kleinen Dinge, die im Alltag das Leben leichter machen. Hier eine kleine Sammlung.
Eltern-Kind-Zimmer Nein, wird sind nicht im Hotel oder im Krankenhaus. So könnte ein Büroraum genannt werden, der einen Arbeitsplatz für Mama oder Papa beinhalten und dazu noch Spielmöglichkeiten fürs Kind. So können dringende Arbeiten fertig gemacht werden – ohne dass das eigene (meist nicht kindergeeignete) Büro dabei „getestet“ wird.
Familienessen in der Kantine Häufiges Thema von teilzeitarbeitenden Eltern sind Kindergärten, die über Mittag geschlossen sind. Wie viel Entlastung würde es dieser Gruppe von Mitarbeitern bringen, wenn sie das Kind vom Kindergarten abholen können, gemeinsam in der Kantine zu Mittag essen und danach das Kind wieder in den Kindergarten bringen. Anschließend gibt es dann sogar einen freien Kopf für eine „Arbeitsrunde“ am Nachmittag.
Vernetzte Infos rund um Familie Wenn alle ihre „Tipps und Tricks“ rund um Familie, Betreuung, Versorgung zusammentragen und daraus ein elektronisches Netzwerk entsteht, ist vielen schon geholfen, die sich mühsam all diese Daten erst einmal selbst beschaffen müssen.
Und – Handlungsbedarf erkannt? Dann sichern Sie sich die auch in schwierigen Zeiten beste Ressource, über die ein Unternehmen verfügen kann: qualifizierte und motivierte Mitarbeiter!
 In diesem Blog finden Sie Anregungen, Best Practise und Ideen.
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Zeitmanagement für Eltern im Beruf

Dazu habe ich vor einiger Zeit einen Newsletter geschrieben. Vielleicht ist für Sie noch der eine oder andere Tipp dabei?

Hier finden Sie den Newsletter:

http://www.cope.de/downloads/ausgabe087zmveraendertebedingungen.pdf

Gute Erkenntnisse beim Lesen!

Zeitarbeit als Einstieg nach der Elternzeit!

Mancher Wiedereinstieg ist nach der Elternzeit nicht beim gleichen Arbeitgeber, sondern ist ein „kompletter“ Wiedereinstieg bei einem neuen Arbeitgeber. Die Gründe dafür sind vielfältig: es gibt keinen passende Stelle beim bisherigen Arbeitgeber, die Elternzeit soll länger dauern als das gesetzlich möglich ist, die Familienphase bedingte einen Umzug und anderes mehr.

Arbeitende Eltern sind in solchen Situationen noch mehr gefordert. Denn es gilt, ja nicht nur einen neuen Arbeitgeber zu finden, sondern oft auch einen Arbeitgeber zu finden, der Teilzeitangebote macht.

Letzte Woche erreichte mich eine Pressemeldung. Der Redakteur hatte meinen Blog beim Recherchieren gefunden und mir freundlicherweise sein Ergebnis überlassen. Wiedereinsteiger können sich über ein Zeitarbeitsunternehmen den Weg zurück in den Beruf leichter machen! Die Pressemitteilung berichtet von einem Fallbeispiel dazu:

Zeitarbeit bringt Mütter zurück in den Job

Tempo-Team vermittelt Frauen mit Kindern in spannende Positionen

Blumen auf dem Tisch, Frühstück ans Bett, selbstgebackener Kuchen zum Kaffee – am Muttertag zeigen Kinder, wie toll sie ihre Mama finden. Kinder zu haben macht Freude. Irgendwann wollen die Mütter aber wieder einen spannenden Job, suchen Erfüllung auch außerhalb der Familie. Für sie kann Zeitarbeit ein Sprungbrett zurück ins Berufsleben sein.

Offenbach, 7. Mai 2014 — Bei weitem nicht alle jungen Frauen kehren schon nach einem Jahr Babypause wieder auf ihren alten Arbeitsplatz zurück. Viele bleiben deutlich länger zu Hause. Wenn sie dann ins Berufsleben zurückkehren wollen, stoßen sie auf Schwierigkeiten. Viele der ausgeschriebenen Stellen scheinen nicht zu ihnen zu passen. „In unseren Niederlassungen fragen täglich Mütter auf Stellensuche an, die Kinder in der Krippe oder im Kindergarten haben und darum nicht so flexibel einsetzbar sind“, berichtet Uwe Beyer, Geschäftsführer des Personaldienstleisters Tempo-Team Deutschland. „Deshalb zieht sich ihre Jobsuche oft deutlich länger hin. Und je länger die Arbeitspause ausfällt, umso schwieriger wird es, überhaupt wieder einen Job zu finden.“ Die Statistik bestätigt seine Erfahrungen: Laut Volkszählung 2010 gehen 40 Prozent der Mütter, deren jüngstes Kind zwischen drei und sechs Jahre alt ist, nicht arbeiten. Doch da kann die Zeitarbeit helfen, sagt Uwe Beyer: „Mit uns kommen Mütter deutlich schneller wieder in ein Arbeitsverhältnis, als wenn sie sich auf eine feste Stelle bewerben würden.“

Außerdem bietet Zeitarbeit den Frauen größere Flexibilität. Sie können ausprobieren, welche Arbeitsumstände am besten zum Leben einer jungen Familie passen. Bei Tempo-Team bemühen sich Personaldisponenten darum, Arbeitnehmer und Unternehmen zusammenzubringen, die zueinander passen. Und sie kümmern sich auch intensiv darum, die Wünsche von Müttern etwa bei den Arbeitszeiten zu berücksichtigen. „Natürlich muss der Betrieb, an den wir die Frauen vermitteln, dabei mitspielen“, erklärt Uwe Beyer, „aber klar ist: Wir versuchen immer und für jede Bewerberin zu berücksichtigen, wie viel sie wann arbeiten kann, selbst wenn es nur 20 Stunden pro Woche sind.“

Mit Zeitarbeit durch die Bewerbungsphase

Gut funktioniert hat der Wiedereinstieg ins Berufsleben durch Zeitarbeit für Nathalie Ramlow aus Wiesbaden. Die gelernte landwirtschaftlich-technische Assistentin kehrte im November 2013 ins Berufsleben zurück – ein gutes Jahr nach der Geburt ihrer Tochter. Während der Babypause hatte die 28-Jährige keine passende Stelle gefunden, die ihre Anforderungen erfüllte: Der Job sollte ihr die Flexibilität für die Erziehung ihrer kleinen Tochter geben und interessant sein. Tempo-Team vermittelte sie innerhalb von nur zwei Wochen an einen renommierten Lebensmittelproduzenten. Ihre Personaldisponentin in der Niederlassung Frankfurt Finance & Office erreichte in Abstimmung mit dem Betrieb, in dem Nathalie Ramlow eingesetzt wurde, dass die Laborassistentin ihre Arbeitszeiten immer mit den Schichtzeiten ihres Mannes abgleichen konnte. So hatten die Eltern so viel Zeit wie möglich, um selbst auf ihre Tochter aufzupassen. Ihr Wunsch nach einer Festanstellung hat sich für die Laborassistentin inzwischen ebenfalls erfüllt: Sie hat Mitte April eine feste Stelle in einem Labor für Lebensmittelchemie angetreten, auch dank ihrer guten Referenz. „Für mich war der Weg genau richtig, mit Zeitarbeit ins Berufsleben zurückzukehren. So konnte ich mir in Ruhe einen Job suchen, der gut zu mir passt.“

Weitere Informationen: www. tempo-team.com

Short Fact

Lange Auszeit: 40 Prozent der Mütter, deren jüngstes Kind zwischen drei und sechs Jahre alt ist, gehen nicht arbeiten.

Quelle und weitere Daten: „Vereinbarkeit von Familie und Beruf: Ergebnisse des Mikrozensus 2010.“

Vorzüge von Working Moms!

Besser geht es nicht. Im Oktober 2013 bloggte Béa Beste fünf Thesen, wie Unternehmen von Working Moms profitieren. Impulse – das Unternehmermagazin zitiert den Blogbeitrag. Das sind die Thesen von Béa Beste:

1. Mütter kennen positiv-intuitives Herangehen: Finger drauf – es wird schon

2. Mütter sind neugieriger: Tausend Fragen haben hunderttausend Antworten

3. Mütter besitzen “Trial and Error”-Erfahrung: Scheitern, um zu lernen.

4. Mütter können Networking: “Willst Du mit mir spielen?”

5. Mütter können Multitasking: Nicht nur alle Bälle in der Luft, sondern auch alle Hände voll zu tun

Das ist der Link zum Blogbeitrag in Impulse: http://www.impulse.de/management/funf-grunde-warum-mutter-jede-firma-bereichern

Was heißt das für die Unternehmen: Werden Sie mutiger und stellen Mütter ein! Scheuen Sie sich nicht, Gestaltungsspielräume einzuräumen. Wenn die Familienfreundlichkeit stimmt, sind Mütter „treu“.

Was heißt das für die Working Moms? Werden Sie mutiger! Verkaufen Sie sich und stellen Sie Ihre sozialen Kompetenzen dar. Schreiben Sie ungewöhnliche Bewerbungen und treten Sie in den Rückkehr- oder Bewerbungsgesprächen selbstbewusst auf.

 

Große und kleine Unternehmen sind familienfreundlicher!

Die Online-Arbeitnehmerbefragung von A.T. Kearney 361° – Die Welt unserer Kinder spricht eine deutliche Sprache. Größere Unternehmen (über 5.000 Mitarbeiter) haben ihre Stärken bei den Betreuungsangeboten für Kinder. Kleine Unternehmen (bis zu 10 Mitarbeiter) werden positiv bewertet, wenn es um die Zeitflexibilität geht. (Teilzeit, Auszeiten, Homeoffice, flexible Arbeitszeiten). Die Großunternehmen erzielen hier auch einen Pluspunkt.

Ist der Mittelstand so viel schlechter? Ein Grund könnte die Informationspolitik sein. Nur 11  % aller Befragten werden regelmäßig über die Angebote zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie bzw. zur Familienfreundlichkeit informiert. Meine Hypothese ist, dass es in kleinen Unternehmen keine spezielle Informationskultur braucht, weil die Mitarbeiter auch so viel mitbekommen. Und in großen Unternehmen sind Personalkapazitäten und Kompetenz für den internen Informationsfluss vorhanden.

Eine erste Schlussfolgerung ist, eine Bestandsaufnahme der familienfreundlichen Leistungen im Unternehmen zu machen – und für diese ein Kommunikationskonzept zu erstellen.

Zur Studie geht es mit diesem Link:

http://www.atkearney361grad.de/t-kearney-studie-vereinbarkeit-von-familie-und-beruf-keine-selbstverstaendlichkeit-deutschen-unternehmen/

Ferienbetreuung – was kann ein Unternehmen tun?

Die Osterferien sind vorbei und die Sommerferien nahen. Für arbeitende Eltern mit schulpflichtigen Kindern sind die Schulferien mit ihren ca. 12 Wochen eine lange Zeit, in der Kinder zu betreuen sind. Der eigene Urlaub reicht nicht, selbst wenn sich beide Elternteile aufteilen. Nicht immer gibt es ein Umfeld wie Großeltern o. ä., die bei der Betreuung in den Schulferien unterstützen können. Eine Camp-Kultur wie z. B. in den USA, wo mehrwöchige Camps für Schulkinder in den Ferien angeboten werden, ist bei uns in Deutschland noch nicht vorhanden. Was tun? Wie können Unternehmen ihre Mitarbeitenden unterstützen?

Ein erster Schritt ist, alle Informationen zu Ferienbetreuung zu sammeln. Welche Vereine oder Städte bieten Ferienaktivitäten an? Was leisten z. B. kirchliche Organisationen in den Ferien? Diese Übersicht könnte bei der Gleichstellungsbeauftragten, in der Personalabteilung oder im Intranet abrufbar sein. Arbeitende Eltern bringen sich in den „Sammelprozess“ gerne mit ihren Informationen und Erfahrungen ein.

Ein zweiter Weg könnte sein, Plätze bei den Anbietern für die Mitarbeiterkinder zu buchen. Das ist sicher steuerlich zu prüfen. Es braucht eine gewisse Unternehmensgröße, damit sich dieser „Aufwand“ lohnt. Für die Familienfreundlichkeit des Unternehmens ist es ein großer Gewinn.

Ein dritter Ansatz ist eher für größere Unternehmen interessant: Selbst ein Ferienbetreuungsprogramm aufzubauen. Je nach Branche des Unternehmens gibt es dafür auch Partner. Ein Beispiel für die Metropolregion Rhein-Main finden Sie hier:

http://two4science.de/ferienspiele-science-camp#sc_unternehmen

Um es ganz deutlich zu sagen: Schon der erste Schritt mit der Übersicht zu den Ferienbetreuungsangeboten in der Region ist für die arbeitenden Eltern ein wichtiger Schritt – und ein wichtiges Angebot für mehr Familienfreundlichkeit.