Archiv für den Monat Oktober 2014

Genders Dialog Society: Neue Ausgabe mit einem Artikel von mir

Mein erster Beitrag ist bei Genders Dialog Society erschienen. In diesem Online-Magazin geht es darum, das  Vertrauen zwischen Mann und Frau aufzubauen, indem wir diese gemeinsam an einen Tisch und dabei in den Dialog bringen. Ich habe die Frage des Wiedereinstiegs unter Gender-Aspekten beleuchtet.

Das ist der Link zum Magazin: http://www.gendersdialogsociety.com/magazin/

Das ist der Link zu den Kooperationspartnern – und damit auch zu cope bzw. zu diesem Blog: http://www.gendersdialogsociety.com/kooperationen/

Sie können ausgewählte Artikel lesen oder als Abonnent das Magazin komplett beziehen. Ich freue mich über diese Kooperation!

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Vereinbarkeit und Wiedereinstieg auf der Zukunft Personal!

Letzte Woche fand die Zukunft Personal in Köln statt. Die Messe ist Europas größte Fachmesse für Personalmanagement. Wohltuend fand ich, dass „mein“ Thema Wiedereinstieg bei den Ausstellern vertreten war. Zu finden waren Unternehmen, die Betriebskindergärten einrichten oder betreiben und Anbieter von Dienstleistungen rund um das Thema Betreuung und Vereinbarkeit. Diese Firmen sind mir dabei „über den Weg gelaufen“:

  • Ein Betreuerportal, wo Betreuungskräfte oder Alltagshelfer von den Mitarbeitenden eigenständig gesucht werden können, auch in ländlichen Regionen. Der Arbeitgeber kauft eine Firmenlizenz für das Portal, die Mitarbeiter nutzen dieses:
    Care.com Europe GmbH, Berlin, http://www.workplacesolutions.de.care.com
  • Konzept-e, die Spezialisten für Bildung und Betreuung. Dieses Unternehmen berät Unternehmen und soziale Einrichtungen und führt Kinderhäuser und Schulen. Seit mehr als 20 Jahren ist das Unternehmen aktiv und führt z. Z. 30 öffentliche oder betriebliche Kindergärten. Das sind die Kontaktdaten: Konzept-e für Bildung und Soziales GmbH, Stuttgart, http://www.konzept-e.de
  • Und ein weiteres Unternehmen, das Betriebskindergärten plant, pädagogische Konzepte ausarbeitet, Personal auswählt und die Trägeschaft übernimmt, ist mir begegnet. Die Referenzen reichen von Universitäten, großen Konzernen wie der Deutschen Bahn, zu Familienunternehmen wie Vaillant oder kleinen Unternehmen. Damit sind sehr unterschiedliche Größen von Kitas realisiert. Überrascht hat mich der Ansatz, in Betriebskindergärten „Stadtteil“kinder mitaufzunehmen.

Die Frage, wie Arbeitgeber Familien beim Wiedereinstieg unterstützen, ist zumindest auf dieser Messe angekommen!

Strategie Award 2014 für frauen- und familienfreundliche Unternehmen

Den Award gab es zwar schon im Mai 2014, doch die prämierten Maßnahmen und Konzepte sind immer noch aktuell. Diese Unternehmen wurden ausgezeichnet: (zitiert von http://www.dornseif.de/strategie-award-2014, Stand 2. Oktober 2014)

  • „Die Berliner Verkehrsbetriebe haben ein sehr beindruckendes gesamtheitliches Konzept für einen Wandel in der Unternehmenskultur vorgelegt – mit einer starken Frau an der Spitze.
  • Der Wille bei der Deutschen Bahn, das Unternehmen umzubauen und der Mut, „gegen den Strich zu kämmen“ ist überzeugend in ein hervorragendes Strategie-Konzept eingebaut.
  • Bei Dornseif hat man erkannt, dass Mitarbeiter das grösste Kapital eines Unternehmens und Vertrauen und Wertschätzung die Basis für Innovationen sind. Das Projekt „Dreamwork®“ ist ein beeindruckendes Ergebnis.
  • Neumüller Ingenieurbüro bietet ein beeindruckendes Angebot, um Mitarbeitenden ein angenehmes und motivierendes Arbeitsklima zu ermöglichen. Hier wird die Lebens- und Arbeitsphilosophie der Firmengründer aktiv gelebt.
  • McDonald’s hat eine sehr umfängliche Strategie zur Unterstützung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie implementiert und überzeugend dargestellt.“

Was haben die Preisträger in ihren Unternehmen eingeführt? Hier die Best Practice-Beispiele:

  • Anspruch auf den bisherigen Arbeitsplatz für drei Jahre
  • zusätzlich zum Mutterschutz weitere vier Wochen mit Lohnfortzahlung
  • Ausbildungen auch in Teilzeit
  • Angebote zu Familientagen
  • Elternzeit-Gespräche
  • Kinderbetreuungsbörse
  • Großelterndienst
  • Eltern-Kind-Büro
  • Erfassen von Wunschdiensten bei Schichtarbeit
  • berufliche Auszeit von bis zu sechs Monaten möglich
  • Nachwuchsführungskräfte werden als Interimsmanagement in der Aus- oder Elternzeit einer Führungskraft eingesetzt
  • Führungspositionen in Teilzeit
  • betriebliche Entgeltumwandlung
  • Schnupperteilzeit
  • Rücksichtnahme auf familiäre Verpflichtungen
  • zeitweises Homeoffice
  • Rückkehr in Teilzeit nach der Elternzeit für Führungskräfte
  • Verlängerung der Elternzeit um sechs Monate
  • Meetings nur zu Kernarbeitszeiten

Das ist eine beachtliche Liste! Und es sind oft kleine Maßnahmen, die ohne großen Aufwand umgesetzt werden können. Was gehen Sie als Nächstes an?

Hier geht es zum Link mit der Würdigung der Preisträger: http://www.strategie-award.de/die-preistraeger-2014/

 

Generation Y und Vereinbarkeit von Beruf und Familie

Viel wird bereits über die Generation Y geforscht und veröffentlicht. Damit sind die Mitarbeitenden gemeint, die zwischen 1980 und 2000 geboren sind. Sie sind mit den Internet groß geworden in einer Zeit ohne Kriesgerfahrungen im direkten Umfeld. Ihr Motto wird oft mit „Arbeit und Leben vereinbaren“ benannt. Nach vielen Studien ist dieser Generation Familie wichtig – als kleine „Zelle“, in der es ruhig und sicher ist. Die Forderungen dieser Generation wird oft schon in den Vorstellungsgesprächen deutlich: Welche familienfreundlichen Angebot gibt es? Wie unterstützt der Arbeitgeber Doppel-Karrieren? Wie mobil kann gearbeitet werden? Das sind nur einige Fragen.

Je nach dem, wie groß die Bewerberauswahl ist, haben sich einige Unternehmen schon auf die anderen und vielfältigeren Bedürfnisse eingestellt. Eine Herausforderung dürfte sein, dass das Top-Management bzw. die Entscheider eher der Generation X angehören. Deren Motto ist „Arbeiten, um zu Leben“. Diese Führungskräfte sind 35 bis 49 Jahre alt. Ausschlaggebend für eine gute Integration der Generation Y wird sein, wie sich die Generation X auf die anderen Bedürfnisse der jüngeren Generation einstellen kann.

Sicher bin ich mir, dass die Generation Y die Unternehmen an ihrer Familienfreundlichkeit messen wird. Und damit werden die Rahmenbedingungen für den Wiedereinstieg nach der Elternzeit sich in die richtige Richtung verändern!

Hier finden Sie einen Artikel zu den beiden Generationen: http://www.womenandwork.de/fileadmin/templates/images/Downloads/business_impact.pdf