Mein Kind in der Betriebskrippe – ja oder nein?

Wer einen Arbeitgeber hat, der eine Betriebskrippe betreibt, kann sich glücklich schätzen. Also sollte das Kind dann auch dort „untergebracht“ sein. Und dankbar sollten Eltern auch sein, dass sie diese tolle Möglichkeit haben. Doch es gibt gute Gründe, warum sich Eltern gegen eine Einrichtung des Arbeitgebers entscheiden:

  • Oft sind die Betreuungszeiten für das Kind an die eigene Arbeitszeit gebunden. Wer Teilzeit arbeitet, bekommt also auch nur ein „Teilzeit“-Kontingent. Die Möglichkeit Zeiten für Sport, Hausarbeit, Einkäufe oder anderes während der Betreuungszeit des Kindes zu haben, sind damit eingeschränkt.
  • Je nach dem, wo Sie und Ihr Partner wohnen und arbeiten, ist es einfach logistisch ungünstig, das Kind in der Betriebskrippe anzumelden. Wer eine Fahrtstrecke von z. B. 40 km hat, möchte seinem Kind diese Strecke evtl. nicht zumuten. Wenn Sie morgens früh beginnen und Ihr Partner später, liegt die Betriebskrippe sicher nicht auf dessen Weg.
  • Je nach dem, wer für die Versorgung des Nachwuchses am Morgen zuständig ist, ist es ungünstig, die Betriebskrippe zu nutzen. Wenn Sie früh das Haus verlassen und Ihr Partner für den Tagesstart mit dem Nachwuchs verantwortlich ist, wird die Betriebskrippe sicher auch nicht die erste Wahl sein.
  • Wenn Ihnen Freundschaften für Ihr Kind wichtig sind, ist die Betriebskrippe vielleicht nicht der passende Ort. Freundschaften entstehen im zweiten oder dritten Lebensjahr und dann ist es vielleicht aufwändig, sich mit Martha oder Jannis außerhalb der Betreuung zu verabreden, wenn diese nicht in Ihrer Nähe wohnen.
  • Wenn es nicht nur eine Betriebskrippe, sondern Betriebskindergarten ist, fehlt je nach Ihrem Wohnort der Zugang zur Grundschule. Die Kindergärten bereiten im letzten Jahr die Kinder auf die Schule vor. Oft gibt es Besuche in der dazugehörigen Grundschule. Die großen Kinder sind nun definitv in Freundschaften gebunden. Diese können den Einstieg in die Grundschule erleichtern, weil bei allem Neuen auch Bekanntes den Übergang gestalten hilft.

Auch wenn es eine 100 %ige Versorgung mit Krippenplätzen geben soll, ist das noch nicht über all gewährleistet. Wenn Ihnen eine Betriebskrippe diesen Engpass überwinden hilft, gibt Ihnen die Liste oben einen guten Einblick, was zu bedenken ist.

Vielleicht ist die Betriebskrippe auch die einzige Alternative für Sie. Dann finden Sie in der Liste oben Ansatzpunkte, was Sie verhandeln sollten oder für Ihr Kind planen können. So können Freundschaften auch über Sportvereine oder Musikschulen entstehen. Zeiten für Sie für Organisation oder eigene Freiräume können auch durch soziale Netzwerke (andere Eltern, Babysitter, eigene Eltern oder Schwiegereltern, usw.)

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