Archiv der Kategorie: Ausstieg

Erfolgreiche Wiedereinstiege brauchen eine „Haltung“ im Unternehmen

Sie haben schon einige Zahlen lesen können, warum es sich für Unternehmen lohnt, den Wiedereinstieg attraktiv zu machen. Doch wie kann das im Unternehmen auch gelingen? Es reicht leider nicht, wenn der Unternehmer, die Personalverantwortlichen oder die  Frauenbeauftragten / Gleichstellungsbeauftragten das wollen. Es reicht auch nicht, wenn es einen guten Maßnahmenkatalog gibt, der von der Zeit vor dem Ausstieg über den Ausstieg zum Wiedereinstieg reicht. Denn es sind Menschen, die diese Maßnahmen umsetzen (sollten):  Kollegen, Vorgesetzte, Mitarbeiter in der Personalabteilung usw.

Damit der Wiedereinstieg gelingt braucht es eine „Haltung“ im Unternehmen. Was leben die „Leitfiguren“ vor? Sind die Vorgesetzten in den Prozess zum Gestalten des Wiedereinstiegs im Unternehmen eingebunden? Wurden die Vorgesetzten und auch Mitarbeitenden in der Personalabteilung „abgeholt“? Schließlich verursacht der Wiedereinstieg mehr Arbeit. Zu welchem Zweck soll das geschehen? Warum soll das Sinn machen? Sie sehen, ein weites Feld, das es zu beackern gilt. Ein paar Ideen finden Sie in diesem Link – oder Sie sprechen mich an:

http://www.lob-magazin.de/beraterinnen/business/631-interne-kommunikation.html

Gelingender Wiedereinstieg: Sichtweise des LOB-Magazins

Vieles ist in der Zwischenzeit zum Thema „Erfolgreicher Wiedereinsteig“ lesbar. So auch in im aktuellen Newsletter des LOB-Magazins der Zeitschrift für berufstätige Väter und Mütter. Ich stimme mit dem Ansatz „Der Wiedereinstieg beginn mit dem Ausstieg“ voll und ganz überein. Wer nicht beim Ausstieg beginnt, den Wiedereinstieg zu planen, verpasst erste Weichenstellungen.

Auch die innere Haltung der Eltern (Aus welchen Gründen erfolgt der Wiedereinstieg?) ist wichtig. Wer mehr lesen will, findet den Beitrag hier:

http://www.lob-magazin.de/magazin/beruf/wiedereinstieg/200-so-gelingt-der-wiedereinstieg.html

Brigitte-Studie: Frauen wollen arbeiten und Kinder

Die Frauenzeitschrift Brigitte hat gemeinsam mit  dem Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB) und infas Institut für angewandte Sozialwissenschaften  2007 und 2012 junge Frauen und Männer nach ihren Vorstellungen und Wünschen zum Leben befragt. Die Befragten sind heute zwischen 21 und 34 Jahren alt. Der Spagat zwischen Kinderwunsch und Vereinbarkeitsfragen wird deutlich.

Zitat aus der Meldung von news aktuell: „93 Prozent der Frauen wollen Nachwuchs. Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie beurteilen die jungen Frauen zurückhaltend. Obwohl sie heute eher als 2007 meinen, dass Unternehmen auf die Belange von Eltern eingehen, sehen sie mit Kindern ihre Chance auf eine Karriere dahin schwinden. 53 Prozent der Frauen stimmten 2012 der Aussage zu: „Wer Kinder hat, kann keine wirkliche Karriere machen.“ (2007: 36 Prozent). Die befragten Frauen, die Kinder bekommen haben, fühlen sich beruflich ausrangiert.“

Es gibt also noch einiges zu tun, damit der erfolgreiche Wiedereinstieg gelingen kann! Gehen Sie es an.

Hier der Link zum Presseportal von news aktuell:

http://www.presseportal.de/pm/6788/2553161/neue-studie-frauen-auf-dem-sprung-das-update-2013-zeigt-frauen-wollen-arbeiten-und-kinder-von-der

Die kommentierten Ergebnisse der Studie aus 2012 gibt es hier (Jutta Allmendinger und Julia Haarbrücker  unter Mitarbeit von Florian Fliegner: Lebensentwürfe heute. Wie junge Frauen und Männer in Deutschland leben wollen):

http://bibliothek.wzb.eu/pdf/2013/p13-002.pdf

Muster-Checklisten für den Wiedereinstieg

Im Internet findet sich viel Nützliches. Diese beiden Checklisten betrachten den Wiedereinstieg aus der Sicht des Unternehmens und des Mitarbeitenden und sind von der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Unna herausgegeben. Dabei beginnt die Planung des Wiedereinstiegs schon beim Ausstieg!

Austausch und Best Practise: Netzwerke sind wichtig!

Um den Wiedereinstieg gut zu gestalten, muss das Rad nicht jedes Mal neu erfunden werden. Netzwerke leisten hier eine gute Arbeit. Hier können Sie sich austauschen, von andern lernen, dürfen „kopieren“ oder selbst gute Erfahrungen weiter geben. Hier eine kleine Auswahl – was ist für Sie dabei?

  • http://www.lokale-buendnisse-fuer-familie.de/ (Lokale Bündnisse für Familie sind Netzwerke von Akteuren aus Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft. Die verschiedenen Partner finden sich vor Ort auf freiwilliger Basis zusammen, um die Lebens- und Arbeitsbedingungen für Familien durch bedarfsorientierte Projekte zu verbessern.)
  • http://www.bpw-germany.de/PAF/Startseite (Der BPW ist eines der größten Netzwerke für Unternehmerinnen und berufstätige Frauen weltweit)
  • http://www.vbm-online.de/ (Lobby für berufstätige Mütter)
  • http://www.finv.net/ (Das heute über 1.000 Teilnehmerinnen starke Netzwerk FinV „Frauen in Verantwortung“ ist inzwischen in Hannover, Berlin, Bremen, Hamburg und Wiesbaden aktiv. München ist in Gründung)
  • www.womenandwork.de (women&work, Deutschlands größte Karrieremesse für Frauen)

Elternzeit wird bereut?

Eine bisher unveröffentlichte Umfrage des Bundesfamilienministeriums unter Eltern bringt deutliche Zahlen: 38 % der Eltern stellen negative Auswirkungen auf die berufliche Entwicklung fest. Auf der anderen Seite sagen 4 von 5 Eltern, dass es unproblematisch sei, Elternzeit zu  nehmen. Hier der Artikel der Frankfurter Rundschau online im Detail:

http://www.fr-online.de/politik/elternzeit-karriere-vier-von-zehn-frauen-bereuen-elternzeit-,1472596,22056588.html

Kritisch wird der Wiedereinsteig gesehen, dieser solle rasch erfolgen. Gute Tipps, wie Eltern und Unternehmen den Wiedereinstieg gestalten können, finden Sie hier im Blog!

Nach dem Ausstieg in Verbindung bleiben?

Vieles ist für den Ausstieg im Blick, gute Checklisten begleiten die letzten Monate oder Wochen vor der Geburt. Manchmal gerät dabei die Zeit „dazwischen“ aus dem Blick. Viele frischgebackene Eltern gehen gerne mit dem Nachwuchs ins Unternehmen, um sich und den neuen Erdenbürger zu zeigen.

Eines ist mindestens so wichtig wie das „sich zeigen“: in Verbindung zu bleiben. Können Sie Ihre E-Mail-Adresse behalten? Dürfen Sie (wenn vorhanden) Ihren Laptop oder das Smartphone behalten? Ich will nicht missverstanden werden – Sie sollen nicht in der Elternzeit unentgeltlich arbeiten. Doch zum in Verbindung bleiben kann diese Technik wichtig sein. Mails, die an einen großen Verteiler gehen, bekommen Sie auch. Große Veränderungen oder Neuerungen bekommen Sie mit. Sie selbst können außerhalb von normalen Anrufzeiten Beziehungen pflegen. Fragen Sie danach.

Und für die Unternehmen: Das Überlassen dieser Technik (wenn keine rechtlichen Gründe dagegen sprechen) kann den Wiedereinsteig leichter machen – weil die Person nie ganz draußen war.