Archiv der Kategorie: Elternzeit

Neue Plattform für Unternehmen und Mütter

Gerade konstituiert sich eine neue Community, die Mütter und Unternehmen vernetzen will und für beide Seiten Nutzen stiften will. Die Webseite findet sich unter http://www.mutterschafft.de (Achtung: zwei ff!). Die neue Job- und Serviceplattform unterstützt Frauen mit Kindern, die sich beruflich verändern wollen oder nach einer Zeit mit anderen Prioritäten wieder einsteigen wollen. Es finden sich Bewerbungstipps, Rechtliches, Coaching-Angebote sowie individuelle Beratung. In einzelnen Regionen (z. B. Hamburg und Frankfurt) betreuen Regionalmanager Jobsuchende und Unternehmen.

Die PR-Arbeit beherrschen die Gründerinnen, am 10. März gab es eine Berichterstattung in RTL „Guten Morgen Deutschland“!

Erfolgreicher Wiedereinstieg: Vortrag und Best Practise am 7. März

Familienfreundliche Personalpolitik ist ein Wettbewerbsfaktor – und lohnt sich! Wer sich auf den aktuellen Stand bringen möchte, kann dies am Freitag bei der IHK Darmstadt tun. Beim Aktionstag 2014 bin ich mit dem Thema „Der erfolgreiche Wiedereinstieg: Ressourcen im demografischen Wandel“ von 11:15 bis 12:00 Uhr dabei. Gerne freue ich mich auch auf Gespräche an unserem Stand.

Hier ist der Link zur Veranstaltung und zum Programm – die Teilnahme ist kostenlos:

http://www.darmstadt.ihk.de/aus_und_weiterbildung/weiterbildung/499478/Aktionstag_Weiterbildung.html

Wiedereinstieg – aus Sicht der Unternehmen

Ist das ein Thema für Sie? Wer sind denn Wiedereinsteiger? Im klassischen Verständnis sind dies Eltern, die nach der Elternzeit wieder arbeiten. Doch es sind auch Rückkehrer aus einer Langzeiterkrankung oder aus einer Pflegesituation. Hat das etwas mit Ihnen zu tun? Nein? – vielleicht aber doch. Vielleicht sind Sie Vorgesetzte von Wiedereinsteigern, Kollege von Wiedereinsteigern oder im Personal- oder Weiterbildungsbereich und mit dieser Zielgruppe beschäftigt. Aus unseren Erfahrungen heraus wird häufig unterschätzt, was hier getan werden muss oder kann.

Warum sollten Sie sich als Unternehmer damit beschäftigen? Wer sich um diese Zielgruppe kümmert, forciert aktiv die Mitarbeiter­bindung. Denn häufig fühlen sich Wiedereinsteiger allein gelassen. Wenn der Wiedereinstieg erleichtert wird, sind die Mitarbeitenden schneller wieder „voll“ einsatzfähig. Es motiviert die Wiedereinsteiger, wenn diese unterstützt werden – und motiviert, die vielleicht einmal wieder einsteigen. Im War for Talents ist dies ein klares Bekenntnis des Unternehmens zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Und als Letztes kann eine Abwesenheit auch zur beruflichen Qualifizierung genutzt werden.

Die Mitarbeitenden erfahren in einer Umbruchsituation Unterstützung und Hilfestellung. Entscheidungen, die zu treffen sind, können reflektierter getroffen werden. Das mit anderen „Leidensgenossen“ oder „Betroffenen“ zusammen sein fördert den Erfahrungsaustausch und macht Best Practice möglich. Häufig werden auch Wissenslücken zu gesetzlichen oder betrieblichen Rahmen­bedingungen deutlich und können „gefüllt“ werden.

Wer sollte sich engagieren? Auf der einen Seite sind die direkten Vorgesetzten gefragt. Auf der anderen Seite sind die Personalabteilungen in der Pflicht, die Mitarbeiter mit den notwendigen Informationen zu versorgen, damit diese ihre Entscheidungen treffen können. Und dann gibt es noch die Weiterbildungsverantwortlichen. Diese sollten den Aus- und Wiedereinstieg mit Maßnahmen begleiten. Und damit dies auch getan wird, ist es Aufgabe der Unternehmensleitung, dieses Thema auf die interne Agenda zu setzen. Übrigens: Die Prognos-Studie hat für ein fiktives mittelständisches Unternehmen einen ROI von 25 % er­rechnet, wenn der Wiedereinstieg mit entsprechenden Maßnahmen ver­bessert wird (hier für die Eltern, die nach der Elternzeit zurückkehren). Das heißt, für 1.000 EUR, die das Unternehmen in die Hand nimmt, entsteht ein „Return“ von 1.250 EUR!

Was können Sie tun? Im Intranet auf die entsprechenden Informationen hinweisen oder Bro­schüren bereit halten sind Maßnahmen ohne viel Aufwand. Informations­veranstaltungen für die einzelnen Zielgruppen benötigen schon etwas mehr Zeit. Die Sensibilisierung der Führungskräfte für dieses Thema ist sicher ein längerer Prozess. Ein Gesamtkonzept, das auch die Möglichkeiten der Qualifizierung beinhaltet, ist „der große Wurf“. Was steht für Sie an?

Der Wiedereinstieg ist der letzte Schritt in einem längeren Prozess. Der Prozess beginnt nämlich schon mit dem auftretenden Anlass für den Ausstieg (Schwangerschaft, Pflegefall im Umfeld oder einer Erkrankung, die nicht kurzfristig ausheilt):

Wann?

Wer?

Was?

Vor dem Ausstieg Personal­abteilung Information zu gesetzlichen und betrieblichen Rahmenbedingungen
Ausstieg steht an Personal­abteilung

Vorgesetzter

Individuellen Ausstieg vereinbaren (gesetzlich und betrieblich)
Wiedereinstieg in den Blick nehmen
Maßnahmen für die Abwesenheit besprechen (Paten, Netzwerke, …)
Tag des Ausstiegs Vorgesetzter Abschied / Übergang gestalten
Abwesenheit Mitarbeiter Beziehung pflegen
Sich auf dem Laufenden halten
Sich weiterbilden
Erste Ideen zum Wiedereinstieg Mitarbeiter

Personal­abteilung

Gesetzliche und betriebliche Rahmen­bedingungen im Blick
Eigene Möglichkeiten im Blick
Wiedereinstieg vorbereiten / Entscheidungen treffen
Wiedereinstieg Personal­abteilung

Weiter­bildung

Informationen zu Veränderungen im Unternehmen
Informationen zu notwendigen Entscheidungen des Mitarbeiters
Best Practice möglich machen
Erfahrungsaustausch möglich machen
Soft Skills für Wiedereinstieg trainieren

Checkliste zum Elternzeit-Modell von LOB-Magazin

Vor dem Wiedereinstieg müssen Eltern klären, wie und wann dieser sein soll. Mit diesem Link

http://www.lob-magazin.de/magazin/beruf/elternzeit/103-vier-schritte-zum-eigenen-elternzeit-modell.html

kommen Sie zu einer guten Herangehensweise, die zwischen Wollen und Können, zwischen Muss und Lust anregt, zum einem gangbaren Weg zu finden.

Gelingender Wiedereinstieg: Sichtweise des LOB-Magazins

Vieles ist in der Zwischenzeit zum Thema „Erfolgreicher Wiedereinsteig“ lesbar. So auch in im aktuellen Newsletter des LOB-Magazins der Zeitschrift für berufstätige Väter und Mütter. Ich stimme mit dem Ansatz „Der Wiedereinstieg beginn mit dem Ausstieg“ voll und ganz überein. Wer nicht beim Ausstieg beginnt, den Wiedereinstieg zu planen, verpasst erste Weichenstellungen.

Auch die innere Haltung der Eltern (Aus welchen Gründen erfolgt der Wiedereinstieg?) ist wichtig. Wer mehr lesen will, findet den Beitrag hier:

http://www.lob-magazin.de/magazin/beruf/wiedereinstieg/200-so-gelingt-der-wiedereinstieg.html

Wieda-Preisverleihung: Sind gute Eltern die besseren Mitarbeiter?

Im wundervollen Ambiente des Klosters Eberbach wurden zwei hessische Unternehmerinnen für erfolgreiche Konzept zum Wiedereinsteig geehrt. Grußworte der Landesregierung, eine Keynote einer mehrfach ausgezeichneten Unternehmerin und Mutter, die Laudatio durch ein Jury-Miglied und Zeit zum Netzwerken – das zeichnete die Preisverleihung aus.

Preiswürdig waren flexible, vielfältige und innovative Konzepte zum Wiedereinsteig. Flexible Arbeitszeiten, -volumen und -orte waren ebenfalls wichtig. Aber auch die Sicherung der Nachhaltigkeit durch Weiterbildung der Wiedereinsteigenden waren Aspekte. Ein wesentlicher Punkt war die Haltung der Unternehmerinnen: Wertschätzung für die Ausbildung und Qualifikation, die im Beruf erworben wurden und Wertschätzung für den Zuwachs an sozialen Kompetenzen, die durch die Familienzeit entstehen. Eltern sein und erziehen fördere Kompetenzen wie z. B. Problemlösefähigkeiten, Kontakt- und Kommunikationsverhalten oder auch Frustrationstoleranz sowie Durchhaltevermögen. Frau Dr. Uphoff, die Keynote-Speakerin  machte mit der Frage „Sind gute Eltern die besseren Mitarbeiter?“ deutlich, dass Eltern sein und Erziehen ein Gewinn für die Unternehmen sei. Sie wies darauf hin, dass 70 % der Handlungskompetenz informell erworben werde. Neben der Mitarbeit in Vereinen oder anderen ehrenamtlichen Felder geschehe das eben auch und gerade in der Familie.

Wer die Pressemitteilung zur Preisverleihung lesen möchte, findet diese hier:http://www.berami.de/media/pdfs/130912%20Pressemitteilung%20WieDa_NeW%20Netzwerk.pdf?PHPSESSID=622018613069d101898769880e7d9716

Checkliste für die Tagesmutter-/-vater-Entscheidung

Eine Betreuung für das Kind zu finden ist die wesentliche Voraussetzung, um nach der Elternzeit wieder einsteigen zu können. Ein gutes Gefühl und die Sicherheit, dass das eigene Kind in der Betreuung gut aufgehoben ist, ist notwendig, um sich auf die Arbeit konzentrieren zu können. Neben Kindergärten oder Krippen gibt es auch Tagesmütter oder -väter, die sich um den eigenen Nachwuchs kümmern. Gerade für Einzelkinder kann das eine gute Erfahrung sein, vielleicht schon vor dem Kindergarten mit anderen Kindern zusammen zu sein. Bei LOB-Magazin (Zeitschrift für berufstätige Väter und Mütter) gibt es diese Checkliste:

http://www.lob-magazin.de/magazin/betreuung/tagesmutter-vater/6-checkliste-tagesmutter-vater.html

Neben den Themen wie Betreuungszeiten und Honorar finden sich auch Aspekte zum Umfeld (Beruf des Ehepartners, Erste-Hilfe-Kenntnisse, etc.).

Onlineplattform für Kinderbetreuung

Tageseltern finden, einen Babysitter bekommen oder andere Eltern mit Kindern, mit denen man sich zusammen tun kann, das ist nicht immer einfach. Großeltern wohnen oft nicht in der Nähe oder sind selbst noch berufstätig.  Nicht überall gibt es Tageselternbörsen. Diese Lücke versucht eine neue Onlineplattform zu schließen.

2care4kids bringt Eltern, Babysitter und Tagesmütter in Wohnortnähe miteinander in Kontakt. Die Plattform hilft zum einen bei der Suche nach der passenden Kinderbetreuung. Es können hier aber auch Eltern miteinander in Kontakt kommen, um Spielkameraden für die Kinder zu finden, sich mit anderen Familien auszutauschen oder vielleicht sogar gemeinsam Lösungen zur Betreuung der Kinder zu finden.

Wer den Service nutzen möchte,  kann sich gratis registrieren. Nachrichten können  kostenlos empfangen, gelesen und beantwortet werden. Wenn zu anderen Mitgliedern Kontakt aufgenommen werden will, muss eine Premium-Mitgliedschaft abgeschlossen werden.

Hier kommen Sie zur Seite: https://www.2care4kids.de/

gefunden in: LOB Newsletter August 2013/03

Teilzeit in der Elternzeit?

Wer in Elternzeit ist, darf in Teilzeit arbeiten – so sieht es das Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetz vor. Diese Voraussetzungen müssen dabei erfüllt werden:

– Der Arbeitgeber beschäftigt regelmäßig mehr als 15 Arbeitnehmer (ohne Azubis).

– Das Arbeitsverhältnis besteht seit mindestens sechs Monaten ununterbrochen.

– Die vertraglich zu regelnde Teilzeit-Arbeitszeit soll für mindestens zwei Monate 15 bis 30 Wochenstunden betragen. Die 30 Stunden-Obergrenze gilt für den Durchschnitt eines Monats.

– Dem Arbeitgeber wurde sieben Wochen vor der Tätigkeit dieser Anspruch schriftlich mitgeteilt.

Was vielleicht einige nicht wissen, ist, dass die Teilzeit in der Elternzeit auch bei einem anderen Arbeitgeber erfolgen kann. Der ursprüngliche Arbeitgeber muss dann allerdings zustimmen.

Der Arbeitgeber kann aus betrieblichen Gründen dem Teilzeitgesuch in der Elternzeit widersprechen. Die Frage, was betriebliche Gründe sind, ist teilweise gerichtlich geklärt – und die Messlatte dafür hoch.

2011 arbeiteten in Deutschland 45 % der erwerbstätigen Frauen im Alter von 15 bis 64 Jahren (lt. Statistischem Bundesamt).  Die Erwerbsquote betrug 2011 knapp 68 %. Das ist in der EU Rang vier für Deutschland. Mehr als 55 % der Frauen arbeiten wegen der Kinderbetreuung, der Pflege von Angehörigen oder aus anderen familiären oder persönlichen Gründen Teilzeit.

Informationen gefunden in: working@office, Ausgabe 7/2013

Muster-Checklisten für den Wiedereinstieg

Im Internet findet sich viel Nützliches. Diese beiden Checklisten betrachten den Wiedereinstieg aus der Sicht des Unternehmens und des Mitarbeitenden und sind von der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Unna herausgegeben. Dabei beginnt die Planung des Wiedereinstiegs schon beim Ausstieg!