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Elternnetzwerke in Unternehmen – ein wichtiges Instrument

Arbeitende Eltern oder Mitarbeiterinnen in Mutterschutz oder Elternzeit haben andere Informationsbedürfnisse. Zur Bindung dieser Mitarbeiter kann die Initiierung eines Elternnetzwerkes ein wichtiges Instrument sein. Oft fehlt diesen Mitarbeitenden die Zeit, eigene Netzwerke regelmäßig zu pflegen. Teilweise fehlen auch die geeigneten Netzwerk-Partner, die ähnliche Themen haben.

Für ein Unternehmen ist der Aufwand, z. B. pro Quartal einen Nachmittag zu organisieren recht überschaubar. Experten finden Sich zum Beispielen in den Lokalen Bündnissen für Familien vor Ort. Zu entscheiden ist, ob diese Netzwerktreffen mit Kinderbetreuung angeboten werden oder ohne. Leichter wird es für die Eltern, wenn es eine Kinderbetreuung in geeigneten Räumlichkeiten gibt. Wenn die Termine für die Netzwerk-Treffen am Ende oder zum Beginn der Arbeitszeit liegen, ist das aber auch kein „Muss“.

Möglich ist auch ein erster Schritt, in dem im Intranet eine Seite für diese Themen eingerichtet wird. So können sich arbeitende Eltern am Arbeitsplatz informieren. Eltern in Mutterschutz oder Elternzeit sind darüber schlechter zu erreichen. Hier braucht es dann tatsächlich ein Treffen.

Was bringt dieser Aufwand für das Unternehmen?

Das Kontakthalten mit den Mitarbeitenden, die in Mutterschutz oder Elternzeit sind, ist leichter. Zu diesen Terminen können diese Mitarbeiter eingeladen werden. Mitarbeiter können in den Entscheidungen (z. B. Wann beende ich die Elternzeit?) begleitet werden – und kehren so vielleicht zu einem früheren Zeitpunkt zurück. Außerdem präsentiert sich das Unternehmen mit einem geringen Aufwand und niedrigen Kosten als „familienbewusst“. Eltern lassen sich so gut in Entwicklungen des Unternehmens einbinden.

Was bringt ein solches Netzwerk für Eltern?

Eltern können sich austauschen, voneinander lernen und Best Practice teilen. Sie erfahren aus erster Hand, was ihr Arbeitgeber an Unterstützung für sie als arbeitende Eltern bietet. Es bleibt so leicht, im Kontakt zu bleiben und es finden sich evtl. neue Perspektiven für die Rückkehr aus der Elternzeit.

Mögliche Themen für ein Elternnetzwerk

  • Informationen zu rechtlichen Rahmenbedingungen (entfällt, wenn dies in einer Veranstaltung zum Ausstieg enthalten ist)
  • Fragen rund um die Elternzeit, Teilzeit in Elternzeit und den Wiedereinstieg
  • Informationen und Fragen rund um das Thema Kinderbetreuung
  • Themen rund um das Kind (Stillzeit, erste Monate, Entwicklungspsychologie, Erziehungsstile und –konzepte, Kinderkrankheiten, Erste Hilfe am Kind, usw. – wird von eingeladenen Experten und Expertinnen abgedeckt)
  • Themen rund um die Familie / das Paar (Herausforderungen in den ersten Monaten, Auswirkungen des Nachwuchses auf die Partnerschaft, Konfliktkultur in der Partnerschaft, usw. – wird von eingeladenen Experten und Expertinnen abgedeckt)
  • Neuigkeiten aus dem Unternehmen zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie
  • (moderierter?) Erfahrungsaustausch unter den Eltern

Wann starten Sie mit einem Elternnetzwerk?

Ein Workshop zum Wiedereinstieg für Kommunen und Verwaltungen

Personalverantwortliche haben viele Gruppen und Lebensabschnitte im Blick: Da sind die Auszubildenden oder jene, die es werden wollen oder sollen. Fragen von Ausbildungsfähigkeit und auch evtl. auch rückläufige Bewerbungen sind Alltag. Die Frage „Wie können gute Mitarbeitende gebunden werden?“ sind im guten „Neu-Englisch“ im Employer-Branding angesiedelt. Die Gesundheit der Mitarbeitenden bei längeren Lebensarbeitszeiten und viele andere Themen mehr finden sich auf den Todo-Listen. Eine Zielgruppe taucht dabei aber oft nicht auf: die Wiedereinsteiger. Diese Mitarbeitenden sind ausgebildet und qualifiziert – und viele davon wollen wieder zurück in den Beruf, etliche davon in Vollzeit. 2011 arbeiteten in Deutschland 45 % der erwerbstätigen Frauen im Alter von 15 bis 64 Jahren (lt. Statistischem Bundesamt). Die Erwerbsquote betrug 2011 knapp 68 %. Das ist in der EU Rang vier für Deutschland. Mehr als 55 % der Frauen arbeiten wegen der Kinderbetreuung, der Pflege von Angehörigen oder aus anderen familiären oder persönlichen Gründen Teilzeit. Doch sind diese als „stille Reserve“ im Blick?
In der Kombination von Workshop und Seminar werden wir im Erfahrungsaustausch erfolgreiche Ansätze vergleichen, damit voneinander gelernt werden kann. Damit ein Wiedereinstieg erfolgreich gelingt, muss schon vor dem Ausstieg begonnen werden. Die Expertin bringt dabei ein, wie dieser Prozess gestaltet werden kann.

Ist das gerade Ihr Thema oder wird es werden? Dieser Workshop wird am 26. November 2014 vom Niedersächsischen Studieninstitut in Hannover durchgeführt. Zur Anmeldung geht es hier: http://www.studieninstitut-oldenburg.de/staticsite/staticsite.php?menuid=443&topmenu=85  (bis Dienstag können Sie sich noch anmelden).

Sehen wir uns? Ich freue mich!

Willkommen zurück – der Begrüßungsworkshop für die Wiedereinsteigenden

Damit der Wiedereinstieg gelingt, braucht es nicht nur eine gute Gestaltung des Ausstiegs und das Kontakthalten in der Elternzeit, sondern auch eine „Willkommenskultur“.

Trotz des Kontakt-Haltens hat sich wahrscheinlich in unserer schnelllebigen Zeit während der Elternzeit einiges verändert. Manche Abteilung heißt anders, es gibt neue Geschäftsfelder oder es wurden welche aufgegeben. Vielleicht gab es auch Umbauten oder die Organisationsstruktur wurde verändert. Ein Begrüßungsworkshop kann den Wiedereinstieg erleichtern und beim Netzwerken helfen. So werden sie schneller „produktiv“ für das Unternehmen. Neben dem Rückkehrgespräch des Vorgesetzten und dem Ankommen in den Arbeitsabläufen, Themen und im Kollegenkreis kann ein Workshop der gerade oder bald Wiedereinsteigenden eine sinnvolle Maßnahme sein. So könnte ein Workshop ablaufen:

  • Ankommen der Wiedereinsteiger und Wiedereinsteigerinnen
  • Vorstellrunde mit einem „Erfahren“, wer welche Entscheidungen wie getroffen hat (Dauer der Elternzeit, Vätermonate, Anzahl der Kinder, etc.)
  • Erfahrungsaustausch zu den gewählten oder noch offenen Formen der Kinderbetreuung
  • Vorstellen der Angebote des Unternehmens zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie
  • Vorstellen von Ansprechpartnern im Unternehmen zu Vereinbarkeits-Themen
  • Information, was sich in den letzten zwei bis drei Jahren im Unternehmen verändert hat
  • Reflexion zum eigenen Zeit- und Selbstmanagement im Hinblick auf den Wiedereinstieg
  • Falls vorhanden: Besichtigen von betrieblichen Betreuungsangeboten wie Krippe, Kindergarten oder Ad-hoc-Betreuung
  • Erfahrungsaustausch zu noch offen Fragen oder Punkten zum Wiedereinstieg
  • Abschluss des Workshop mit einem konkretem Maßnahmenplan, was für den erfolgreichen Wiedereinstieg noch zu tun ist

Der Aufwand für eine solche Maßnahme ist gering – für die Wiedereinsteigenden ist die damit verbundene Wertschätzung spürbar. Das setzt ein großes Zeichen im Prozess des Wiedereinstiegs. Ein Gefühl von „Wir sind willkommen“ oder „Das Unternehmen ist an mir interessiert“ entsteht. Das sind Zitate aus Feedbackbögen von solchen Workshops! Zudem wächst das Netzwerk der Wiedereinsteiger und Wiedereinsteigerinnen, unabhängig davon, ob es Paten und Patinnen oder Mentoren und Mentorinnen während der Auszeit gab.

Den Wiedereinstieg gut planen

Damit der Wiedereinstieg gut gelingt, ist eine frühe Planung wichtig. In der Schwangerschaft sind arbeitsrechtlich erst einmal andere Themen „dran“. Nach der Geburt muss dann zwar die Dauer der Elternzeit festgelegt werden. Das sagt aber noch nichts über den Wiedereinstieg aus. Denn es kann ja auch in der Elternzeit Teilzeit gearbeitet werden – und das ist dann schon der Wiedereinstieg. Teilzeit in der Elternzeit ist gesetzlich geregelt und sieht einen Beschäftigungsumfang von mindestens 15 und maximal 30 Stunden pro Woche vor.

Cornelia Spachtholz, Vorsitzende des Verbands berufstätiger Mütter (VBM e. V.) rät „so früh wie möglich und so spät wie nötig“ mit der Berufstätigkeit wieder zu starten (gefunden in working@office, Juli 2014). Das sind nach ihrer Ansicht wichtige Faktoren für den Zeitpunkt des Wiedereinstiegs:

  • Gesundheitszustand und Befindlichkeit von Mutter und Kind
  • Partnerschaft
  • Rahmenbedingungen am Arbeitsplatz
  • finanzielle Möglichkeiten
  • Kinderbetreuung
  • das persönliche Umfeld u. a. zum Einspringen bei der Kinderbetreuung

Für die eigene Altersversorgung und auch für die Aufstiegschancen ist es wichtig, nicht zu lange in der Elternzeit zu bleiben. Ein Mini-Job oder eine geringe Teilzeitbeschäftigung kann den Wiedereinstieg leicht machen. Je nach den beruflichen Wünschen des arbeitenden Elternteils sollten diese Arbeitsformen nicht zu lange dauern.

Wenn es erste Ideen für den Wiedereinstieg gibt, sollte der oder die Vorgesetzte bald eingebunden werden. Das kann auch schon vor der Geburt sein! Auch wenn ein Kind die wohl größte emotionale Veränderung ist und sich am Anfang alles um den neuen Erdenbürger dreht, vermissen nach einiger Zeit doch einige die beruflichen Möglichkeiten.

Für die Beratung des Wiedereinstiegs in der Familie gibt es bis 31.08.2014 Fördergelder z. B. für ein Familiencoaching. Das ist der Link zur Seite des Europäischen Sozialfonds:

http://www.esf.de/portal/generator/18050/2012__03__12__perspektive__wiedereinstieg__gesamt.html

Die Regiestelle des Programms ist hier zu erreichen: wiedereinstieg@esf-regiestelle.eu

Viel Erfolg bei der Planung des Wiedereinstiegs!

Klassische Rollenmodelle – und der Wiedereinstieg?!

„Nur die Frau arbeitet und der Mann kümmert sich um die Kindererziehung – das finde ich gut, könnte ich mir auch in meiner eigenen Partnerschaft vorstellen.“ Diesem Satz stimmten 1993 21 % der Frauen und 15 % der Männer zu. 2013 waren es 23 % der Frauen und 17 % der Männer.  (Quelle Vorwerk Familienstudie 2013 unter 1.548 Personen, Allensbach/Wuppertal 2013, gefunden in managerSeminare, Februar 2014)

Sind das ermutigende Zahlen, weil es einen Zuwachs von 2 % gab oder sind das eher schlechte Voraussetzungen für einen erfolgreichen Wiedereinstieg? 44 % der Befragten meinen, dass der Mann für die Karriere zurückstecken kann, damit die Frau arbeiten kann. 1993 waren es 50 % der Befragten, die diesem Satz zustimmten! Ein Halbtagsjob für den Mann, damit dieser sich auch um die Kinder kümmern kann, ist für 36 % der Befragten vorstellbar (und damit 2 % mehr als 1993). Elternzeit für Väter ist aber heute selbstverständlicher als früher (50 % statt 20 % in 1993).

Für die Familien, die den Wiedereinstieg planen, ist das eine Herausforderung. Sich von tradierten Rollenbildern zu lösen und den eigenen Weg zu gehen, braucht Zeit zum Austausch und Reflektieren, Rollenbilder sind nicht sofort spürbar. Sie äußern sich oft in Grundsatzaussagen (z. B. das wird so nicht gehen), die erst einmal im Raum stehen. Das Hinterfragen solcher Aussagen durch den Partner wird nicht immer akzeptiert. Eine gelassene Haltung und Zeit für gute Gespräche sind ein Weg, um zu erkennen, was die jeweiligen Bedürfnisse und Wünsche sind. Auf dieser Basis kann dann ein gemeinsamer Plan entstehen. Und wenn dann auch der Arbeitgeber mitspielt gelingt der Wiedereinstieg und alle Beteiligten profitieren davon.

Der Studienbericht kann unter httpps://http://newsroom.vorwerk.de/publikationen/publikationen/  (weiter unten unter Vorwerk Familienstudien) kostenlos heruntergeladen werden.

Zeitarbeit als Einstieg nach der Elternzeit!

Mancher Wiedereinstieg ist nach der Elternzeit nicht beim gleichen Arbeitgeber, sondern ist ein „kompletter“ Wiedereinstieg bei einem neuen Arbeitgeber. Die Gründe dafür sind vielfältig: es gibt keinen passende Stelle beim bisherigen Arbeitgeber, die Elternzeit soll länger dauern als das gesetzlich möglich ist, die Familienphase bedingte einen Umzug und anderes mehr.

Arbeitende Eltern sind in solchen Situationen noch mehr gefordert. Denn es gilt, ja nicht nur einen neuen Arbeitgeber zu finden, sondern oft auch einen Arbeitgeber zu finden, der Teilzeitangebote macht.

Letzte Woche erreichte mich eine Pressemeldung. Der Redakteur hatte meinen Blog beim Recherchieren gefunden und mir freundlicherweise sein Ergebnis überlassen. Wiedereinsteiger können sich über ein Zeitarbeitsunternehmen den Weg zurück in den Beruf leichter machen! Die Pressemitteilung berichtet von einem Fallbeispiel dazu:

Zeitarbeit bringt Mütter zurück in den Job

Tempo-Team vermittelt Frauen mit Kindern in spannende Positionen

Blumen auf dem Tisch, Frühstück ans Bett, selbstgebackener Kuchen zum Kaffee – am Muttertag zeigen Kinder, wie toll sie ihre Mama finden. Kinder zu haben macht Freude. Irgendwann wollen die Mütter aber wieder einen spannenden Job, suchen Erfüllung auch außerhalb der Familie. Für sie kann Zeitarbeit ein Sprungbrett zurück ins Berufsleben sein.

Offenbach, 7. Mai 2014 — Bei weitem nicht alle jungen Frauen kehren schon nach einem Jahr Babypause wieder auf ihren alten Arbeitsplatz zurück. Viele bleiben deutlich länger zu Hause. Wenn sie dann ins Berufsleben zurückkehren wollen, stoßen sie auf Schwierigkeiten. Viele der ausgeschriebenen Stellen scheinen nicht zu ihnen zu passen. „In unseren Niederlassungen fragen täglich Mütter auf Stellensuche an, die Kinder in der Krippe oder im Kindergarten haben und darum nicht so flexibel einsetzbar sind“, berichtet Uwe Beyer, Geschäftsführer des Personaldienstleisters Tempo-Team Deutschland. „Deshalb zieht sich ihre Jobsuche oft deutlich länger hin. Und je länger die Arbeitspause ausfällt, umso schwieriger wird es, überhaupt wieder einen Job zu finden.“ Die Statistik bestätigt seine Erfahrungen: Laut Volkszählung 2010 gehen 40 Prozent der Mütter, deren jüngstes Kind zwischen drei und sechs Jahre alt ist, nicht arbeiten. Doch da kann die Zeitarbeit helfen, sagt Uwe Beyer: „Mit uns kommen Mütter deutlich schneller wieder in ein Arbeitsverhältnis, als wenn sie sich auf eine feste Stelle bewerben würden.“

Außerdem bietet Zeitarbeit den Frauen größere Flexibilität. Sie können ausprobieren, welche Arbeitsumstände am besten zum Leben einer jungen Familie passen. Bei Tempo-Team bemühen sich Personaldisponenten darum, Arbeitnehmer und Unternehmen zusammenzubringen, die zueinander passen. Und sie kümmern sich auch intensiv darum, die Wünsche von Müttern etwa bei den Arbeitszeiten zu berücksichtigen. „Natürlich muss der Betrieb, an den wir die Frauen vermitteln, dabei mitspielen“, erklärt Uwe Beyer, „aber klar ist: Wir versuchen immer und für jede Bewerberin zu berücksichtigen, wie viel sie wann arbeiten kann, selbst wenn es nur 20 Stunden pro Woche sind.“

Mit Zeitarbeit durch die Bewerbungsphase

Gut funktioniert hat der Wiedereinstieg ins Berufsleben durch Zeitarbeit für Nathalie Ramlow aus Wiesbaden. Die gelernte landwirtschaftlich-technische Assistentin kehrte im November 2013 ins Berufsleben zurück – ein gutes Jahr nach der Geburt ihrer Tochter. Während der Babypause hatte die 28-Jährige keine passende Stelle gefunden, die ihre Anforderungen erfüllte: Der Job sollte ihr die Flexibilität für die Erziehung ihrer kleinen Tochter geben und interessant sein. Tempo-Team vermittelte sie innerhalb von nur zwei Wochen an einen renommierten Lebensmittelproduzenten. Ihre Personaldisponentin in der Niederlassung Frankfurt Finance & Office erreichte in Abstimmung mit dem Betrieb, in dem Nathalie Ramlow eingesetzt wurde, dass die Laborassistentin ihre Arbeitszeiten immer mit den Schichtzeiten ihres Mannes abgleichen konnte. So hatten die Eltern so viel Zeit wie möglich, um selbst auf ihre Tochter aufzupassen. Ihr Wunsch nach einer Festanstellung hat sich für die Laborassistentin inzwischen ebenfalls erfüllt: Sie hat Mitte April eine feste Stelle in einem Labor für Lebensmittelchemie angetreten, auch dank ihrer guten Referenz. „Für mich war der Weg genau richtig, mit Zeitarbeit ins Berufsleben zurückzukehren. So konnte ich mir in Ruhe einen Job suchen, der gut zu mir passt.“

Weitere Informationen: www. tempo-team.com

Short Fact

Lange Auszeit: 40 Prozent der Mütter, deren jüngstes Kind zwischen drei und sechs Jahre alt ist, gehen nicht arbeiten.

Quelle und weitere Daten: „Vereinbarkeit von Familie und Beruf: Ergebnisse des Mikrozensus 2010.“

Wie steht es um die Familienfreundlichkeit von Unternehmen?

Die zweiten Arbeitnehmerbefragung von A.T. Kearney 361° – Die Welt unserer Kinder ist veröffentlicht. Und leider sind die Ergebnisse für die Unternehmen nicht zukunftsweisend! Gerade die Herausforderungen des demografischen Wandels (niedrige Geburtenraten, alternde Belegschaften) sowie der Berufsweg von Müttern, die für die Familie mehrere Jahre zu Hause bleiben oder nach der Elternzeit gar nicht mehr in den Beruf zurückkehren, würden sich durch mehr Familienfreundlichkeit positiv beeinflussen lassen. Doch die Studie zeigt eindeutig, dass es daran mangelt. Aus der Sicht der Arbeitnehmer hat sich im letzten Jahr wenig getan. Nur acht Prozent geben an, dass sich die Situation im Unternehmen verbessert hat. Nur bei 38 % der Befragten ist die Vereinbarkeit von Beruf und Familie im Unternehmen selbstverständlich.

Teilgenommen an der Online-Umfrage haben 1.771 Beschäftigte im Alter von 25 bis 55 Jahren.

Ein wesentlicher Punkt sind die angebotenen Maßnahmen. Nur 12  % der Arbeitnehmer geben an, dass ihr Arbeitgeber alle für sie notwendigen Leistungen anbietet. Von den übrigen 88 % wünschen sich die Frauen:

51 %: Notfallbetreuung für Kinder
45 %: Kinderferienbetreuung
33 %: Langzeitkonten
33 %: Auszeit- und Sonderurlaubsregelungen
28 %: Weiterbildungsprogramm in der Elternzeit

Und die Männer aus den übrigen 88 % wünschen sich an Maßnahmen:

43 %: Spezialangebote für Väter
41 %: Notfallbetreuung für Kinder
40 %: Langzeitkonten
37 %: Auszeit- und Sonderurlaubsregelunge
33 %: flexible Tages- und Wochenarbeitszeit

In den nächsten Blogbeiträgen gibt es weitere Sichtweisen und  Ansätze der Studie. Zur Studie geht es mit diesem Link:

http://www.atkearney361grad.de/t-kearney-studie-vereinbarkeit-von-familie-und-beruf-keine-selbstverstaendlichkeit-deutschen-unternehmen/

A.T. Kearney und Familienpolitik: ein Unternehmen positioniert sich!

A.T. Kearney, in einem Statement zum eigenen Engagement (http://www.atkearney361grad.de/), gefunden am 18. März 2014:

„Warum kümmert sich eine Unternehmensberatung um das Thema Familie? Weil ohne einen stabilen gesellschaftlichen Kern Zusammenhalt und Wohlstand bedroht sind. Bislang übernahm die Kleinfamilie diese Rolle. Doch neue Formen des Zusammenlebens entstehen. A.T. Kearney leistet deshalb einen Beitrag zur Neu-Erfindung der Familie.“

Auf der Seite finden sich viele Aspekte, z. B. von Familienpolitik über Frauenquote zur Demographie. Beeindruckend ist die Rubrik „Zahlen und Fakten“. Auf keiner Internetseite habe ich bisher so viel fundiertes Zahlenmaterial an einem Platz gefunden. Sehr lesenswert!

Von A.T. Kearney wird der 361° Award für familienfreundliche Unternehmen vergeben. Dieser wird aufgrund von Mitarbeiterbefragungen ermittelt. Informationen zur Bewerbung gibt es hier:  http://www.atkearney361grad.de/der-361-family-award-jetzt-bewerben/

Ein bemerkenswerter Auftritt zur Neu-Erfindung der Familie und sicher ein gutes Tool im demografischen Wandel und dem War for Talents – und damit ein guter Weg für den erfolgreichen Wiedereinstieg!

Neue Plattform für Unternehmen und Mütter

Gerade konstituiert sich eine neue Community, die Mütter und Unternehmen vernetzen will und für beide Seiten Nutzen stiften will. Die Webseite findet sich unter http://www.mutterschafft.de (Achtung: zwei ff!). Die neue Job- und Serviceplattform unterstützt Frauen mit Kindern, die sich beruflich verändern wollen oder nach einer Zeit mit anderen Prioritäten wieder einsteigen wollen. Es finden sich Bewerbungstipps, Rechtliches, Coaching-Angebote sowie individuelle Beratung. In einzelnen Regionen (z. B. Hamburg und Frankfurt) betreuen Regionalmanager Jobsuchende und Unternehmen.

Die PR-Arbeit beherrschen die Gründerinnen, am 10. März gab es eine Berichterstattung in RTL „Guten Morgen Deutschland“!

Nun ist es offiziell: Ich bin Beraterin bei LOB, der Zeitschrift für berufstätige Väter und Mütter. Hier ist der Link zu meinem ersten Beitrag:

http://www.lob-magazin.de/beraterinnen/business/679-wiedereinstieg.html

Dies ist der letzte Beitrag in diesem Jahr. In 2014 geht es dann weiter. Allen Lesern ein frohes Fest und einen guten Rutsch. Auf dass in 2014 viele Wiedereinstiege gelingen und Unternehmen und Eltern profitieren können.