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A.T. Kearney und Familienpolitik: ein Unternehmen positioniert sich!

A.T. Kearney, in einem Statement zum eigenen Engagement (http://www.atkearney361grad.de/), gefunden am 18. März 2014:

„Warum kümmert sich eine Unternehmensberatung um das Thema Familie? Weil ohne einen stabilen gesellschaftlichen Kern Zusammenhalt und Wohlstand bedroht sind. Bislang übernahm die Kleinfamilie diese Rolle. Doch neue Formen des Zusammenlebens entstehen. A.T. Kearney leistet deshalb einen Beitrag zur Neu-Erfindung der Familie.“

Auf der Seite finden sich viele Aspekte, z. B. von Familienpolitik über Frauenquote zur Demographie. Beeindruckend ist die Rubrik „Zahlen und Fakten“. Auf keiner Internetseite habe ich bisher so viel fundiertes Zahlenmaterial an einem Platz gefunden. Sehr lesenswert!

Von A.T. Kearney wird der 361° Award für familienfreundliche Unternehmen vergeben. Dieser wird aufgrund von Mitarbeiterbefragungen ermittelt. Informationen zur Bewerbung gibt es hier:  http://www.atkearney361grad.de/der-361-family-award-jetzt-bewerben/

Ein bemerkenswerter Auftritt zur Neu-Erfindung der Familie und sicher ein gutes Tool im demografischen Wandel und dem War for Talents – und damit ein guter Weg für den erfolgreichen Wiedereinstieg!

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Neue Plattform für Unternehmen und Mütter

Gerade konstituiert sich eine neue Community, die Mütter und Unternehmen vernetzen will und für beide Seiten Nutzen stiften will. Die Webseite findet sich unter http://www.mutterschafft.de (Achtung: zwei ff!). Die neue Job- und Serviceplattform unterstützt Frauen mit Kindern, die sich beruflich verändern wollen oder nach einer Zeit mit anderen Prioritäten wieder einsteigen wollen. Es finden sich Bewerbungstipps, Rechtliches, Coaching-Angebote sowie individuelle Beratung. In einzelnen Regionen (z. B. Hamburg und Frankfurt) betreuen Regionalmanager Jobsuchende und Unternehmen.

Die PR-Arbeit beherrschen die Gründerinnen, am 10. März gab es eine Berichterstattung in RTL „Guten Morgen Deutschland“!

Brigitte-Studie: Frauen wollen arbeiten und Kinder

Die Frauenzeitschrift Brigitte hat gemeinsam mit  dem Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB) und infas Institut für angewandte Sozialwissenschaften  2007 und 2012 junge Frauen und Männer nach ihren Vorstellungen und Wünschen zum Leben befragt. Die Befragten sind heute zwischen 21 und 34 Jahren alt. Der Spagat zwischen Kinderwunsch und Vereinbarkeitsfragen wird deutlich.

Zitat aus der Meldung von news aktuell: „93 Prozent der Frauen wollen Nachwuchs. Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie beurteilen die jungen Frauen zurückhaltend. Obwohl sie heute eher als 2007 meinen, dass Unternehmen auf die Belange von Eltern eingehen, sehen sie mit Kindern ihre Chance auf eine Karriere dahin schwinden. 53 Prozent der Frauen stimmten 2012 der Aussage zu: „Wer Kinder hat, kann keine wirkliche Karriere machen.“ (2007: 36 Prozent). Die befragten Frauen, die Kinder bekommen haben, fühlen sich beruflich ausrangiert.“

Es gibt also noch einiges zu tun, damit der erfolgreiche Wiedereinstieg gelingen kann! Gehen Sie es an.

Hier der Link zum Presseportal von news aktuell:

http://www.presseportal.de/pm/6788/2553161/neue-studie-frauen-auf-dem-sprung-das-update-2013-zeigt-frauen-wollen-arbeiten-und-kinder-von-der

Die kommentierten Ergebnisse der Studie aus 2012 gibt es hier (Jutta Allmendinger und Julia Haarbrücker  unter Mitarbeit von Florian Fliegner: Lebensentwürfe heute. Wie junge Frauen und Männer in Deutschland leben wollen):

http://bibliothek.wzb.eu/pdf/2013/p13-002.pdf

„Das Thema ‚Chancengerechtigkeit für Familien‘ ist aus familienpolitischer, aber auch aus wirtschaftspolitischer Sicht hoch aktuell. Bereits heute haben viele Unternehmen in Deutschland generell oder zumindest teilweise Probleme, passende Fachkräfte zu finden. Aufgrund niedriger Geburtenraten und der Alterung der Gesellschaft wird sich die Lage noch verschärfen. Damit kommt der Fachkräftesicherung durch die Vereinbarkeit von Beruf und Familie eine hohe Bedeutung zu.“
Dr. Bernhard Heitzer, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Technologie während der 15. Zertifikatsverleihung der berufundfamilie gGmbH in Berlin

Förderprogramm für betriebliche Kinderbetreuung

Mit dem Förderprogramm Betrieblich unterstützte Kinderbetreuung aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds setzt das Bundesfamilienministerium Anreize für Unternehmen, sich für die Betreuung der Kinder ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – bei Hochschulen auch für die Kinder der Studierenden – zu engagieren. Beispiele zu geförderten Projekten und Informationen zu den Bedingungen finden Sie hier:

http://www.erfolgsfaktor-familie.de/default.asp?id=318

Regierungsgutachten zur Familienpolitik sorgt für Wirbel

Ein noch nicht veröffentlichtes Gutachten, dass für die Regierung erstellt wurde, sorgt für Wirbel. Zitat:

Der Befund der Experten klingt demnach vernichtend: Das Kindergeld – „wenig effektiv“. Das Ehegattensplitting – „ziemlich unwirksam“. Die beitragsfreie Mitversicherung von Ehepartnern in der gesetzlichen Krankenversicherung – „besonders unwirksam“. Für diesen Bereich werden jährlich insgesamt etwa 200 Milliarden Euro ausgegeben.

gefunden in http://www.sueddeutsche.de/politik/familienpolitik-wirbel-um-regierungsgutachten-1.1590280

Was meinen Sie dazu? Was hilft Eltern und Familien? Oder sind die Leistungen wirklich so schlecht platziert?