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Führen und Teilzeit

Tut sich endlich etwas und das Modell „Führen in Teilzeit“ wird salonfähig? Wenn man und frau den Pressemeldungen der letzten Monate glauben darf, ist die eindeutige Antwort: Ja!

In working@office, 02.2016, wird eine anonyme Umfrage „Karriere trifft Sinn“ der Medienfabrik Embrace unter „careerloft-Mitgliedern“ vorgestellt. Befragt wurden 3.600 Studierende zwischen 20  und 28 Jahren. Knapp 80 Prozent der Noch-Studierenden wollen Kinder haben. Die Ideal-Vorstellung von 74 Prozent ist, in den ersten Berufsjahren den Nachwuchs zu bekommen. Wenn diese Lebensplanung dann auch verwirklicht werden will, braucht es laut dem Embrace-Geschäftsführer Gero Hesse ein Umdenken der Arbeitgeber. 57 Prozent der Befragten wollen eine komplett freie Einteilung der Zeit – das schließt dann wohl Führen in Teilzeit und das Arbeiten auch aus dem Homeoffice heraus mit ein. Ein weiteres Ergebnis der Studie ist die Clusterung der Generation Y in fünf Typen (zitiert aus https://careerloft.de/stories/von-alles-anna-bis-zu-helfer-hannes/161):

Karriere-Kai

Personen aus diesem Cluster sind persönlicher Erfolg und materielle Werte besonders wichtig, ebenso Führungspositionen und Einfluss. Das Privatleben wird auf Platz 2 eingeordnet. Über ein Viertel ist bereit, mehr als 60 Stunden pro Woche zu arbeiten. Sie verkörpern die klassische Karriereorientierung, wie sie sie bei den Baby-Boomern kennengelernt haben.

Sucher-Simon

Personen in diesem Cluster haben keine herausragenden Spitzen. Ihnen ist eher alles egal oder sie sind noch auf der Suche. Es ist ihnen nicht so wichtig, zum Erfolg des Arbeitgebers beizutragen, aber auch die Lust auf Selbstverwirklichung und die materielle Orientierung sind niedrig ausgeprägt.

Familien-Franzi

Die Familien-Franzis (wichtig: sowohl weiblich als auch männlich) legen besonderen Wert auf Work-Life-Balance. Außerhalb der Arbeit wollen sie viel mit ihrer Familie unternehmen, halten Traditionen hoch und setzen die Familie an die erste Stelle. Beim Arbeitgeber ist eine langfristige Perspektive wichtig.

Alles-Anna

Personen in diesem Cluster ist alles wichtig: sowohl die Selbstverwirklichung als auch das Engagement für Umwelt und Gesellschaft. Ein ausgeglichenes Verhältnis zwischen Job und Privatleben ist essenziell, aber auch beruflich wollen sie vorankommen: Einfluss und eine langfristige Perspektive sind wichtig, auch Geld spielt eine übergeordnete Rolle. Dazu sollte der Arbeitgeber idealerweise als Marktführer attraktive Produkte anbieten und gleichzeitig ein Familienunternehmen sein.

Helfer-Hannes

Personen in diesem Cluster engagieren sich vor allem für andere und wollen einen Mehrwert für die Gesellschaft schaffen. Auch in ihrer Freizeit engagieren sie sich in Projekten und Hilfsorganisationen. Die Selbstverwirklichung steht bei ihnen hoch im Kurs, materielle Werte zählen aber deutlich weniger als bei den anderen Clustertypen. / Ende des Zitats

Wir können gespannt sein, wie sich diese Cluster im Berufsleben einlassen und welche Veränderungen bei den Arbeitgebern entstehen werden!

 

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Generation Y und Vereinbarkeit von Beruf und Familie

Viel wird bereits über die Generation Y geforscht und veröffentlicht. Damit sind die Mitarbeitenden gemeint, die zwischen 1980 und 2000 geboren sind. Sie sind mit den Internet groß geworden in einer Zeit ohne Kriesgerfahrungen im direkten Umfeld. Ihr Motto wird oft mit „Arbeit und Leben vereinbaren“ benannt. Nach vielen Studien ist dieser Generation Familie wichtig – als kleine „Zelle“, in der es ruhig und sicher ist. Die Forderungen dieser Generation wird oft schon in den Vorstellungsgesprächen deutlich: Welche familienfreundlichen Angebot gibt es? Wie unterstützt der Arbeitgeber Doppel-Karrieren? Wie mobil kann gearbeitet werden? Das sind nur einige Fragen.

Je nach dem, wie groß die Bewerberauswahl ist, haben sich einige Unternehmen schon auf die anderen und vielfältigeren Bedürfnisse eingestellt. Eine Herausforderung dürfte sein, dass das Top-Management bzw. die Entscheider eher der Generation X angehören. Deren Motto ist „Arbeiten, um zu Leben“. Diese Führungskräfte sind 35 bis 49 Jahre alt. Ausschlaggebend für eine gute Integration der Generation Y wird sein, wie sich die Generation X auf die anderen Bedürfnisse der jüngeren Generation einstellen kann.

Sicher bin ich mir, dass die Generation Y die Unternehmen an ihrer Familienfreundlichkeit messen wird. Und damit werden die Rahmenbedingungen für den Wiedereinstieg nach der Elternzeit sich in die richtige Richtung verändern!

Hier finden Sie einen Artikel zu den beiden Generationen: http://www.womenandwork.de/fileadmin/templates/images/Downloads/business_impact.pdf