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Väter sind im Kommen!

Es braucht positive Nachrichten, Best Practice und Beispiele, wo es gut voran geht  zum Thema „Erfolgreicher Wiedereinstieg“. Diese Woche gibt es zwei Nachrichten. Auf der einen Seite bin ich stolz, dass eines meiner Themen in das Magazin von Gender Dialog Society geschafft hat. Den Artikel finden Sie hier:

http://www.gendersdialogsociety.com/vater-sind-im-kommen/

Sie finden in diesem Artikel eine kurze Übersicht zur Väterstudie von Roland Berger und Vätermodelle, die in der Presse zu finden waren.

Eine Kollegin hat einen wundervollen Blogbeitrag eines Erfolgs-Vaters gefunden: http://www.lindig.com/lindig-blog/-/detail/news/der-chef-geht–10173

Hier berichtet ein Unternehmer, welche Erfahrungen er mit Elternzeit gemacht hat.

Welche guten Erfahrungen haben Sie mit Vätern gemacht? Welche Rahmenbedingung brauchen Väter? Ich freue mich auf Ihre Beiträge.

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A.T. Kearney-Familienstudie: Männer gewinnen – Frauen verlieren

Es tut sich Spannendes bei der Vereinbarkeit: Die Väter rücken immer mehr in den Fokus und scheinen besser „wegzukommen“ als Mütter. So könnte das Ergebnis der 3. Familienstudie interpretiert werden. Befragt wurden rund 1.000 Beschäftigte zur Zufriedenheit mit der Vereinbarkeit. Familie und Beruf leben zu können, ist für eine große Mehrheit wichtig für ihr Wohlbefinden – und es herrscht Zufriedenheit mit der eigenen Situation. Mehr berufstätige Eltern nehmen familienfreundliche Leistungen in Anspruch. Das Vertrauensverhältnis zu Vorgesetzten wird als besser wahrgenommen, ebenso hat sich die Glaubwürdigkeit der Führungskräfte in den Augen berufstätiger Eltern erhöht.

Trotzdem gibt es Unterschiede zwischen den Vätern und Müttern. Mütter gehen länger in Elternzeit oder arbeiten Teilzeit. Väter würden gerne eher 80 oder 90 Prozent arbeiten, sind damit aber weniger akzeptiert. Väter befürchten berufliche Nachteile. Hier ein paar Zahlen aus der Studie zur eigenen „Interpretation“:

  • 78 % werden in den kommenden Jahren nicht aus eigenem Antrieb den Arbeitgeber wechseln
  • 68 % würden ihren Arbeitgeber uneingeschränkt weiterempfehlen
  • 64 % bezeichnen die Vereinbarkeit von Familie und Beruf in ihrem Unternehmen als selbstverständlich
  • 53 % sagen, dass die Führungskräfte beim Thema Familienfreundlichkeit eine Vorbildfunktion haben
  • 28 % befürchten bei Inanspruchnahme von familienfreundlichen Leistungen, dass ihre Karriere zukünftig gefährdet sei
  • 28 % befürchten, dass sie zukünftig mit inhaltlich weniger attraktiven Aufgaben betraut werden
  • 83 % der Väter aber nur 64 % der Mütter sind sehr zufrieden mit ihrer Arbeitssituation
  • 16 % der Väter aber 34 % der Mütter befürchten Probleme mit Kollegen
    67 % sehen in der Flexibilisierung eine große Chance, Beruf und Familie besser aufeinander abstimmen zu können
  • 87% sagen, dass die ständige Erreichbarkeit zu Dauerstress führt (90 % der Frauen, 85 % der Männer)

Nachgefragt wurde auch, was familienfreundlich „wirkt“. Diese Maßnahmen finden sich in familienfreundlichen Unternehmen:

  • Führungskräfte sind Vorbilder
  • Gutes Vertrauensverhältnis zu Vorgesetztem
  • Hohe Passgenauigkeit für Beschäftige mit Kindern
  • Hohe Passgenauigkeit für Beschäftige mit pflegebedürftigen Angehörigen
  • Hohe Bekanntheit der Ansprechpartner zum Thema Vereinbarkeit
  • Geringe Notwendigkeit der Erreichbarkeit außerhalb der Arbeitszeit

Es geht voran mit dem Wiedereinstieg und damit mit der Vereinbarkeit – auch wenn es immer noch zu tun gibt!

Wer die Studie komplett lesen möchte, findet sie hier :http://www.atkearney.de/documents/856314/6352031/A+T+Kearney+361+Grad+Familienstudie+2015+-+Vereinbarkeit+wagen.pdf

Arbeitende Eltern: Wer arbeitet wie viel?

Nach einem Blog-Beitrag von BRIGITTE MOM sind deutsche Eltern konservativ: Mütter arbeiten in Teilzeit, Väter in Vollzeit. Eine Allensbach-Studie habe ermittelt, dass bei 55 Prozent der Eltern nach dem ersten Kind die Variante „Mutter Teilzeit, Vater Vollzeit“ gewählt wird. Fast jede fünfte Frau höre ganz auf zu arbeiten. Nach wie vor sei die Situation in Ostdeutschland anders. Dort sei im Schnitt die Elternzeit kürzer und mehr Eltern gingen in Vollzeit arbeiten.

Die meisten Paare gaben an, dass bei der Frage des Wiedereinstiegs die Stunden der Mutter nach der Elternzeit in der Familie diskutiert wird. Die Vollzeit-Tätigkeit des Vaters werde nicht thematisiert. 11 Prozent der Väter trauen sich die alleinige Betreuung des Kindes  / der Kinder nicht zu – und 11 Prozent der Mütter finden es nicht gut, wenn der Vater mehrheitlich sich um den Nachwuchs kümmern würde. So lange diese Antworten kommen, ist es noch ein weiter Weg zur Gleichberechtigung in der Familie und Mütter sind nach wie vor weniger repräsentiert in den Unternehmen, gerade auch in den Führungspositionen.

Bei der Studie „Weichenstellungen für die Aufgabenteilung in Familie und Beruf“ wurden mehr als 3.000 Eltern mit Kinder unter sechs Jahren befragt.  Das ist der Link zum Artikel: http://mom.brigitte.de/schlau-werden/eltern-teilzeit-1250258/ Und das der Link zur Studie: http://www.ifd-allensbach.de/fileadmin/IfD/sonstige_pdfs/Weichenstellungen_Bericht_FINAL.pdf

Die Süddeutsche thematisiert in einem Beitrag vom 11. Juli 2015 vor, dass 32 Wochenstunden als Arbeitszeit für Familien reichen. Das war ein Vorschlag von Familienministerin Manuela Schleswig.. Auch hier wird festgestellt, dass der Anteil der Mütter an der Haushalts- und Familienorganisation höher ist als der der Väter, auch wenn die Mütter arbeiten. Die Süddeutsche bezieht sich auf den Führungskräftemonitor 2015 des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW). Weibliche Führungskräfte kümmern sich fast doppelt so lange um den Nachwuchs wie Väter in der gleichen Position. Diese würden aber gerne weniger arbeiten. Als Weg zum Ziel werden benannt:

  • dass die Politik handeln sollte: u. a. 32-Stunden-Woche, Frauenquoten, Nachbesserung beim Elterngeld
  • dass die Unternehmen handeln sollten: u. .a geringe Wochenstunden und trotzdem tolle Jobs, Führen in Teilzeit, weniger Arbeiten am Abend, Doppelspitzen und mehr Job-Sharing
  • dass die Eltern handeln sollten: u. a. Mütter sollen mehr abgeben lernen und Väter mehr Aufgaben und Verantwortung in der Familie übernehmen.

Hier der Link zur Studie: http://www.diw.de/documents/publikationen/73/diw_01.c.510264.de/diwkompakt_2015-100.pdf

Väter im Kommen?

Es scheint was dran zu sein an der kürzlich erschienen Studie von Roland Berger Strategy Consultants (ich habe im Blog darüber berichtet). Es finden sich mehr und mehr Artikel zur  Frage von Vätern, die arbeiten und sich um die Kinder kümmern. Ist die Zeit schon reif dafür? Und sind die Unternehmen und Vorgesetzten gut gerüstet? Hier eine kleine Auswahl von Beiträgen der letzten Wochen:

Christian Ulmen, Schauspieler und verheiratet mit Kollegin Collien Fernandes, wird zitiert mit „Ich musste nie stärker und härter sein als als Vater“. In der Frankfurter Allgemeinen wird ein Interview mit ihm veröffentlicht. Beide Eltern arbeiten als Schauspieler. Er dreht ca. fünf Monate im Jahr – da ist seine Frau für die Tochter da. Wenn sie dreht, ist er zu Hause. Drehen beide, sind die Eltern im Einsatz, ein Aupair ist am Nachmittag da. Im Familienrat werden Angebote und Anfragen gemeinsam beraten und entschieden. Er berichtet vom Familienalltag und den Erfahrungen, als Vater seinen „Mann“ zu stehen. Da Interview finden Sie hier: http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/familie/christian-ulmen-im-interview-ueber-maennlichkeit-13709425.html

Auch in der Süddeutschen ist am 26. Juni ein Interview zu den Anforderungen an die Männer zu finden. Befragt wird Karriere-Coach Sascha Schmidt unter dem Titel „Männer haben Angst vor dem Karriereeinbruch“. Der Coach berichtet von dem derzeitig hohen Druck auf Männer, Beruf und Familie zu vereinbaren. Sein Erleben sei aber eher das traditionelle Rollenbild. Gut funktionieren die beiden „Vätermonate“, diese seien nicht karrierefeindlich. Befragt nach Vorbildern bemängelt der Coach, dass es zwar erfolgreiche Frauen gibt, die auch Mütter sind. Aber es gebe wenig bis keine männlichen Vorbilder für erfolgreich im Job und Vater. Die Arbeitgeber hätten Strukturen geschaffen für Mütter als Wiedereinsteiger. Väter bräuchten aber andere Strukturen. Das fehle heute noch.

Die Väterstudie 2015 wird von ATKearney361° vorgestellt. Das Credo dort ist „Väter nehmen Familie wichtiger als Karriere“. 81 Prozent der befragten Väter sagen, sie seien nach der Geburt der Kind/er glücklicher als vorher. Ein höheres Einkommen des Vaters beeinflusst die Glücksfaktoren positiv. Auch in diesem Artikel wird deutlich formuliert, dass die Unternehmen ihre Angebote für Vereinbarkeit an die Väter anpassen oder erweitern müssen. Wichtige Faktoren sind dabei verständnisvolle Vorgesetzte und flexible Arbeitszeitmodelle. Zur Gleichberechtigung der Eltern bei der Kinderbetreuung scheint der Weg noch weit zu sein. Hier der Link zum Artikel: http://atkearney361grad.de/debatte/vaeterstudie-2015/

Es tut sich was, wenn die Presse ein Thema in den Blick nimmt. Es wird aber wohl noch ein bisschen dauern, bis sich die Strukturen bei den Unternehmen darauf einlassen.

Ende des Betreuungsgeldes? Den Wiedereinstieg planen!

Ohne zu kommentieren, ob das Betreuungsgeld sinnvoll ist oder nicht, wird die Entscheidung des Bundesgerichtshofes für einige Familien den Wiedereinstieg nötig machen. Was ist dabei zu beachten?

  1. Kein schlechtes Gewissen!
    Viele Studien belegen, dass es Kindern auch gut tut und sie sich positiv entwickeln, wenn sie neben einer stabilen Familie in einer Einrichtung oder bei Tageseltern oder anderen Personen betreut werden.
  2. Wer steigt wie wieder ein?
    Klären Sie in Ihrer Partnerschaft, welche Zeitmodelle für Sie beide passen. Wer möchte wie viel arbeiten? Wer möchte den Nachwuchs wie betreuen? Hier möchte ich den Vätern Mut machen. Einige Studien in den letzten Monaten zeigen deutlich, dass Väter von Elternzeit bzw. Teilzeit für die Kinderbetreuung profitieren.
  3. Wie wird die Betreuung geregelt sein?
    Neben einer geregelten Betreuung durch Krippe, Kita oder Tageseltern kommen hier oft auch Eltern oder Schwiegereltern ins Spiel. Auch Aupair oder Kinderfrauen sind in einigen Familien „dran“. Egal, für welche Variante Sie sich entscheiden – oder entscheiden müssen: Stehen Sie dazu. Ihr Kind kann von diesem Standing sich die eigene Sicherheit abholen.
    Denken Sie bei der Planung der Betreuung auch an „unplanbare“ Situationen. Eltern oder Schwiegereltern sind vielleicht nicht die normale Betreuung – können aber aushelfen, wenn der eigene Terminplan mit dem des Nachwuchses oder der Betreuung nicht zusammenpasst. Auch Freunde, die die Kinder in der gleichen Betreuung haben oder die ehemalige Tagesmutter kann ein gutes „zweites Netz“ sein.
  4. Was will ich arbeiten?
    Ein Ausstieg, um sich um die Familie zu kümmern und das Erziehen von Kindern verändert bei einigen Wiedereinsteigern die berufliche Perspektive. Prüfen Sie bei sich: Was wird mir Freude machen? Ist mein bisheriger Job noch passend für mich? Oder hat sich durch die „Auszeit“ der berufliche Fokus verändert? Ein Wiedereinstieg ist eine gute Chance, die Weichen neu zu stellen.
  5. Wo will ich arbeiten?
    Die Zäsur durch Mutterschutz und Elternzeit stellen auch so manchen Arbeitgeber in ein anderes Licht. Ist das noch die Firma, wo Sie arbeiten wollen? Sind dort Ihre Wünsche zur Arbeitszeit zu verwirklichen? Passt die Unternehmenskultur zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie? Ein Wiedereinstieg ist auch eine gute Chance, sich neu auf den Weg zu machen und wo anderes wieder anzufangen.
  6. Aktivieren Sie Ihre Netzwerke!
    Wenn Sie sich verändern wollen und außerhalb der gesetzlichen Regelungen (Teilzeit in Elternzeit, Rückkehr nach der Elternzeit) einen Arbeitsplatz finden wollen, tun Sie das kund. Hören Sie sich in Ihrem Umfeld um. Wer arbeitet wo – und wie ist es dort? Wer kennt wen? Wo wird gerade was gesucht?
  7. Zeitarbeit kann ein guter Einstieg sein!
    Nicht immer hat diese Branche ein gutes Image. Doch neben wahrscheinlich wenigen schwarzen Schafen gibt es viele gute Unternehmen, die auch und gerade Wiedereinsteigern eine gute Plattform bieten. Schauen Sie, welche Zeitarbeitsfirmen in Ihrem Umfeld sind. Schauen Sie sich deren Internet- oder Social-Media-Auftritte an. Machen Sie einen unverbindlichen Termin und stellen Sie sich vor.
    Ein Teil meiner mittelständischen Kunden sucht gar nicht mehr selbst per Anzeige nach neuen Mitarbeitern, sondern beschäftigt Zeitarbeitskräfte. Wenn Mitarbeiter und Unternehmen passen, wird oft eine Anstellung angeboten
  8. Überstürzen Sie nichts!
    Wenn ich die Pressemeldungen richtig verstanden habe, wird das Betreuungsgeld nicht sofort ausgesetzt. Nutzen Sie die Zeit, um gute Entscheidungen zu treffen.

Allen, die nun „fremdbestimmt“ sich auf den Weg machen, wünsche ich viel Erfolg und gutes Gelingen!

 

Bundeskanzlerin zu Vätern in Elternzeit

Das Thema Väter in Elternzeit hat auch das Bundeskanzleramt erreicht. In ihrem Videocast „Die Kanzlerin direkt“ vom 13. Juni berichtet sie, dass etwas 20 Väter im Bundeskanzleramt Elternzeit nehmen. Das Bundeskanzleramt ist eine familienbewusste Behörde, die zertifiiert ist. Mitarbeiter seien zufriedener, wenn sie Familie und Beruf gut vereinbaren können, so die Kanzlerin.

Die Fragen stellte Dr. Lena Hipp, Leiterin der Nachwuchsgruppe „Arbeit und Fürsorge“ am Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB).  Sie berichtet, dass bei Familien mit kleinen Kindern in der Regel die Väter gerne etwas weniger und die Mütter lieber etwas mehr arbeiten möchten. Trotzdem sei in Deutschland die Erwerbsarbeit zwischen Vätern und Müttern im Vergleich sehr ungleich aufgeteilt. Die Kanzlerin machte deutlich, dass beim „Klima“ von Teilzeit sich noch mehr bewegen müsse. Arbeitgeber sollten sich daran gewöhnen, dass auch Väter verkürzt arbeiten möchten.

Das sind gute Botschaften von „ganz oben“. Hoffentlich kommen diese auch bei den Arbeitgebern, die die Rahmenbedingungen schaffen, und bei den Eltern, die sich mehr trauen sollten, an!

Das ist der Link zum Videocast: http://www.bundeskanzlerin.de/Webs/BKin/DE/Mediathek/Einstieg/mediathek_einstieg_podcasts_node.html?cat=podcasts&id=1383936

Wer das Interview lesen möchte, wird hier fündig: http://www.bundeskanzlerin.de/Content/DE/Podcast/2015/2015-06-13-Video-Podcast/links/download-PDF.pdf?__blob=publicationFile&v=3

Mein Wiedereinstieg: Harte Phasen, aber letztendlich gelungen!

Katrin gehört zu den „Vollzeit-Frauen“. Sie hat eine Tochter, die heute neun Jahre alt ist. Nach dem Mutterschutz arbeitete sie stundenweise. Der Wiedereinstieg in Vollzeit geschah, als ihre Tochter 15 Monate alt war. Ihr Mann, ein Politiker und in Leiter einer regionalen Verwaltung, hat vor neun Jahren keine Elternzeit in Anspruch genommen. Vätermonate gab es „damals“ noch nicht. Für ihn war der Wiedereinstieg seiner Frau eine Selbstverständlichkeit.

Vielleicht kann man beide als „Karriere-Paar“ bezeichnen. Er erfolgreicher Politiker, sie leitet eine gemeinnützige Stiftung. Vor dem ersten und einzigen Kind arbeitete Katrin als Assistenz eines Aufsichtsrates und war verantwortlich für die Pressearbeit. Direkt nach dem Wiedereinstieg war sie eine Zeitlang noch die Assistentin dieses Aufsichtsrates. Ihr heutiger Job, die Leitung einer Stiftung, ist kein Job, der sich an „Nine to five“ hält. Doch für Katrin ist er „der richtige“. Und ihr Vorgesetzter hat nie bezweifelt, dass sie gestellte Aufgaben nicht übernehmen könne.

Was ist Ihr Tipp für Wiedereinsteiger?

Vollzeitarbeit, schulpflichtiges Kind und Haushalt sowie die Wahrnehmung von Ehrenämtern und vielfältige soziale Kontakte unter einen Hut zu bringen, heißt bei mir: Täglich um 05:00 Uhr aufstehen und häufig nicht vor 23:00 Uhr ins Bett gehen. Das geht nur, wenn man/frau es wirklich will und Spaß an den Aufgaben hat – na ja, auf den Haushalt könnte ich verzichten. Hier habe ich mir stundenweise Unterstützung organisiert. Das ist auch wichtig, denn die Organisation und Erledigung der Familienarbeit liegt bei mir.

Wie der Wiedereinstieg gelang:

Meine Eltern haben in den ersten Jahren in der Kinderbetreuung unterstützt. Gerade, wenn die Tochter krank war, war das nötig. Heutige sind die Eltern nicht mehr ganz so fit – meine Tochter aber auch größer. Schwierig war es, vor neun Jahren einen Krippenplatz zu finden.

Was wünschen Sie sich, Katrin?

Mein Wunsch ist , dass es nicht nur ausreichende (Klein-)Kinderbetreuung gibt, sondern auch eine pädagogisch wertvolle und zeitlich flexible. Dass ich mindestens 45 Minuten ins Büro fahre, war von Anfang an klar und kein Grund zum Jammern. Ich hätte gerne mehr Zeit für Sport.

Vielen Dank für das spannende Interview!