Schlagwort-Archive: Weiterbildung

Das Ausstiegsgespräch – was ist wichtig?

Das letzte Gespräch vor dem Ausstieg sollte von der Führungskraft gut vorbereitet sein. Schließlich ist das der letzte Eindruck, der bei der Schwangeren hinterlassen wird. Da Geburten nicht wirklich planbar sind, sollte das Gespräch auch nicht „auf den letzten Drücker“ im Terminkalender stehen. Wenn der Arbeitsplatz mit jemand anders besetzt wird, könnte die Frage der Einarbeitung mit in den Blick genommen werden – und dann ist das Gespräch eher früher nötig.

Dieses Gespräch dient auf der einen Seite dazu, Informationen für die Personalverwaltung zu erheben und rechtlichen Anforderungen gerecht zu werden. Auf der anderen Seite ist der Ausstieg zu besprechen. Ein wesentlicher Punkt sollte aber sein, die Auszeit und den Wiedereinstieg anzusprechen. Diese Punkte können Sie als Checkliste für den nicht-rechtlichen Teil benutzen:

  • Wann ist der voraussichtlich letzte Arbeitstag?
  • Wie sind die Planungen zur Elternzeit?
  • Wird der Vater Elternmonate in Anspruch nehmen?
  • Je nach dem, wie lange die Elternzeit ist:
    Könnte in der Elternzeit Teilzeit gearbeitet werden?
    Könnten in der Elternzeit Vertretungen oder kurze Einsätze übernommen werden?
  • Ist mobiles Arbeiten in der Elternzeit möglich?
  • Zu welchen Veranstaltungen des Unternehmens soll in der Elternzeit eingeladen werden?
  • Ist geplant, in Voll- oder in Teilzeit nach der Elternzeit zurückzukehren?
  • Ist es gewünscht, dass nach der Elternzeit mobil gearbeitet werden soll?
  • Gibt es schon Ideen zur Kinderbetreuung?
    Gibt es Angebote des Arbeitgebers dazu?
  • Wie will man in Verbindung bleiben?
  • Was passiert mit technischen Geräten wie Laptop, Smartphone, etc. in der Elternzeit?
  • Wie wird mit dem Mail-Account in der Elternzeit umgegangen?
  • Wer wird der Pate aus dem Unternehmen für die  Elternzeit sein?
  • Gibt es einen Mentor (bereits wiedereingestiegen), der zur Verfügung steht?
  • Gibt es Weiterbildungswünsche, die in der Elternzeit angegangen werden können?
  • Wenn es eine Nachfolge oder Vertretung für den Arbeitsplatz gibt:
    Wie wird dieser eingearbeitet?
    Wie und wann wird der Arbeitsplatz übergeben?

Wichtig ist die Haltung, mit der dieses Gespräch geführt wird. Es geht nicht um feste Vereinbarungen, sondern um erste Ideen. Einige Fragen haben rechtliche Auswirkungen. So schränkt ein ruhendes Arbeitsverhältnis  Aktivitäten des Arbeitnehmers ein. Manches wird auch erst nach der Geburt klarer. Doch wer als Arbeitgeber diese Themen schon früh anspricht, stößt damit auch den Klärungsprozess früh an – und das ist für beide Seiten vorteilhaft.

 

Aktionstag der IHK Darmstadt am 1. März 2013

Beim IHK-Aktionstag Weiterbildung am 1. März in Darmstadt sind zwei Vorträge interessant:

10:15 – 11:00 Uhr „(Wieder)Einstiegen als Chance – Wiedereinstiegskonzept in den Beruf für Frauen“ von Renate M. Ebert, Ebert FrauenPower, Wiesbaden

13:00 – 13:45 Uhr „Väter im Unternehmen – Vereinbarkeit von Beruf und Familie“ von Ulla Kurz, Sefo Femkom, Darmstadt

Anmelden für den kostenlosen Aktionstag kann man oder frau sich im Internet unter http://www.darmstadt.ihk.de, Dokument-Nr. 19798 oder per E-Mail an campitelli@darmstadt.ihk.de